RHA T10i: geräuschisolierende In-Ear-Kopfhörer im Test

In den vergangenen Wochen hatte ich Gelegenheit dazu, mir die geräuschisolierenden In-Ear-Kopfhörer T10i von RHA genauer anzuschauen – beziehungsweise anzuhören. Ob die aus Edelstahl gefertigten T10i mich überzeugen konnten und wo ihre Stärken und Schwächen liegen, erfahrt ihr jetzt.

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Die Basics

Fangen wir zunächst mit den Basics an: Die RHA T10i sind mit handgefertigten dynamischen Treibern ausgestattet, die laut RHA in der Lage sind, alle Musikrichtungen klar und detailgetreu wiederzugeben. Doch dazu später mehr. Die eigentlichen Kopfhörer sind aus Edelstahl gefertigt und geräuschisolierend. Eine Besonderheit der T10i: der austauschbare Tuning-Filter mit Halter. Drei Varianten sind im Lieferumfang enthalten:  Treble (hier werden die Höhen verstärkt), Reference (ausgewogener Klang) und Bass (hier werden die Tiefen verstärkt).

Ebenfalls mit an Bord ist eine 3-Knopf Inline-Fernbedienung mit Mikrofon und eine große Auswahl an Dual Density Silikon (6 Paar), Doppelflansch (2 Paar) und Memory-Schaumstoff (2 Paar) Ohrstöpseln. Das verstärkte Kupferkabel ist mehradrig und wartet mit einem vergoldeten Stecker auf. Im Lieferumfang enthalten sind darüber hinaus eine hochwertige Transporttasche und ein Edelstahl-Ohrstöpsel-Halter.

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Für diejenigen unter euch, die sich für die technischen Spezifikationen interessieren, hier die wichtigsten Daten:

Treiber Dynamische (model 770.1)
Frequenzbereich 16-22000Hz
Impedanz 16 Ohm
Empfindlichkeit 100db
Nennleistung/Hochstleistung 1/5mW
Gewicht 41g
Kabel 1.35m, multicore OFC
Anschlüsse 3.5mm

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Verpackung und Design

Wie sich sicherlich jeder denken kann, bekommt man In-Ear-Kopfhörer dieser Güteklasse und vor allem mit diesem Lieferumfang nicht für 50 Euro. Mit 179 Euro, so viel kosten die RHA T10i derzeit bei Amazon und im Apple Store, bewegen sich die Kopfhörer aus Großbritannien aber definitiv noch in einem vernünftigen Preisrahmen.

Für diesen Preis erwartet man dann als Kunde natürlich auch so einiges – und das fängt schon bei der Verpackung an. Diese ist vielleicht nicht ganz so hochwertig, wie man es beispielsweise von Apple gewohnt ist, macht aber dennoch einen sehr guten Eindruck und ist vollkommen ausreichend. Außerdem hat man nicht am Platz gespart, ein Punkt, der mir persönlich sehr wichtig ist: Viele Hersteller stecken ihre Produkte nämlich in viel zu kleine Verpackungen, so dass man sich durch mehrere Ebenen wühlen muss, um einen Überblick über den gesamten Lieferumfang zu bekommen. Nicht so RHA. Beim T10i bekommt man sofort alles ansprechend präsentiert. Angefangen bei den Kopfhörern, über die Filter bis hin zu den Ohrstöpseln. Lediglich das Lederetui verbirgt sich unter der Oberfläche.

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Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass RHA beim Design der T10i von der Norm abweicht. Aufgrund der Edelstahl-Konstruktion, aus der die Kopfhörer bestehen, sind sie nicht gerade das, was man dezent und unauffällig nennt. Hinzu kommen die formbaren Ohrbügel, die an ein leicht verstärktes Kabel erinnern, das man sich um das Ohr herum legt.

Mir persönlich gefällt das Design der RHA T10i, da es ihnen eine hochwertige Optik und Haptik verleiht. Aber das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden, wie immer, wenn es um das Thema Design geht.

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Tragekomfort

“Zum Patent angemeldete, formbare Ohrbügel” – damit wirbt RHA und verspricht “eine komfortable und sichere Passform” die “eine effektive Geräuschisolation” liefert. Das ist zwar ein Alleinstellungsmerkmal der RHA T10i (zumindest habe ich noch nichts vergleichbares gesehen), zugleich aber auch nicht jedermanns Sache. Gerade am Anfang hatte ich Probleme damit, die T10i richtig am Ohr zu befestigen, da die Form der Bügel eben nicht wie bei vielen Sport-In-Ear-Kopfhörern fix vorgegeben ist. Man muss die Kopfhörer also jedes mal erst leicht anpassen, wenn man sie aufsetzt, da sich die Bügel immer wieder verformen, wenn man sie in das Etui packt.

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Hat man sich aber erst einmal an das Prinzip gewöhnt und – was noch viel wichtiger ist – den passenden Ohrstöpsel gefunden, tragen sich die T10i sehr angenehm und sitzen auch beim Joggen und anderen sportlichen Aktivitäten fest im Ohr.

Tatsächlich ist der formbare Ohrbügel letztendlich sogar eine ganz clevere Lösung, da er den In-Ears mehr Halt verleiht, als Modellen ganz ohne Bügel, zugleich aber nicht so störend am Ohr anliegt, wie feste Ohrbügel aus Metall oder Kunststoff.

Klang & Geräuschisolierung

Design und Tragekomfort hin oder her, was bei einem Kopfhörer letztendlich entscheidend ist, ist der Klang. Ich persönlich mag es eher Bass-lastig, weshalb die T10i von RHA für mich wohl auch den perfekten Klang haben. Wer allerdings stärker betonte Mitten und Höhen bevorzugt, der sollte die T10i auf jeden Fall vor dem Kauf ausprobieren, denn trotz der drei Filter, die RHA mitliefert, bleibt stets eine gewisse Bassbetonung erhalten. Das gilt für den Referenz-Filter und für den Bass-Filter sowieso. Einzig der Höhenfilter vermag es die natürliche Basslastigkeit des T10i auszugleichen und liefert einen klaren, warmen Klang. Wie gesagt, am besten also einfach mal selbst ausprobieren, denn “perfekter” Klang ist bekanntlich höchst subjektiv.

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Wenn es darum geht, Umgebungsgeräusche auszublenden, können die RHA T10i ebenfalls überzeugen. Sie verfügen zwar über keine aktive Geräuschunterdrückung, aber dennoch gelingt es den vergleichsweise großen In-Ear-Kopfhörern aus massivem Edelstahl viel von der Außenwelt abzublocken. Mitentscheidend ist aber auch hier der gewählte Ohrstöpsel, denn je besser dieser den Gehörhang ausfüllt, desto weniger Außengeräusche trüben euer Hörvergnügen.

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Fazit

Ich hatte hier schon In-Ear-Kopfhörer für 20 Euro und auch schon welche für 280 Euro – und was soll ich sagen: noch nie hatte ich das Gefühl, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis so gut ist, wie bei den RHA T10i. Für 179 Euro bekommt man nicht nur klangtechnisch hervorragende In-Ear-Kopfhörer, sondern auch jede Menge Zubehör. Die vielen verschiedenen Ohrstöpsel stellen sicher, dass für jeden garantiert der Passende dabei ist. Sogar was das Material angeht, hat man die Wahl.

Besonders toll finde ich, dass man die Tuning-Filter austauschen und den Klang so dem persönlichen Geschmack entsprechend anpassen kann. Wenn man an einem Tag mal Lust auf mehr Höhen hat, dann wechselt man die Filter eben kurz aus. Einzig die Tatsache, dass die T10i generell etwas Bass-lastig sind, sollte man beim Kauf im Hinterkopf behalten.

Von mir gibt’s auf jeden Fall eine ganz klare Kaufempfehlung.

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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