Samsung stellt vor: Audiodocks für Androiden und iOS-Geräte

Donnerstag Abend lud Samsung an das Berliner Spreeufer, um seine niegelnagelneue Reihe von Audiodocks vorzustellen. Dabei spielt es keine Rolle ob klassische Kasten- oder eigenwillige Hornform: Audiodocks sind im Prinzip Lautsprecherssysteme, an die man allerlei Gerät – über verschiedenste Wege – koppeln kann um Audio wiederzugeben.

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Im stylischen Ambiente des nhow Hotels direkt im ehemaligen Osthafen Berlins und bei strahlendem Sonnenschein, stellte Samsung seine Variationen zum Thema “wie bekomme ich die Musik* aus meinen Smartphones und Tablets in die gute Stube” vor (*alles was Audio ausgibt).

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SEEDs DJ Luke und Kollege beschallten in der Lounge die Docks mit netten Beats, während wir eine Treppe höher den Docks selbst Töne entlocken konnten.

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Die naheliegendste Möglichkeit die neuen Audiodocks von Samsung mit Inhalten zu befüttern ist, seine mobilen Geräte direkt auf das Dual-Dock zu stecken, auf das man wahlweise die Androiden von Samsung (oder andere, mit gut platziertem microUSB-Port) oder iOS-Geräte stecken kann. Eines der Docks unterstützt auch den Samsung-eigenen Dockanschluss, den man an den GALAXY Tabs findet. Scheinbar betrachtet man die eigene Tablet-Sparte eher als Hobby. Andererseits bieten alle Audiodocks die Möglichkeit Geräte via Bluetooth 3.0 mit apt-X Codec zu koppeln, über den ich hier schoneinmal geschrieben habe und ganz altschulig per USB-Kabel/direkt vom Stick. Weitere Verbindungsmöglichkeiten hängen vom Preispunkt ab.

The Beef: Es gibt zwei Modellreihen, mit je zwei Modellen. Ergo vier Preispunkte. Die klassisch Kantigen mal mit  Röhrenverstärker (599 €) und mal ohne (349 €). Die wie ein Horn Geschwungenen mit Subwoofer und zwei 20-Watt-Lautsprechern (229 €) oder ohne und mit zwei 5-Watt-Lautsprechern (169 €). Bei allen Modellen sind die Membranen der Lautsprecher aus Fiberglas.

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Die Kantigen: DA-E750/1 in Schwarz oder Nussbaum – ein rundes Fenster gewährt Einblick in die beiden Röhren des Vorverstärkers, welche bei Benutzung natürlich glühen und dem echt wertigen, auf Hochglanz polierten Holzgehäuse einen zusätzlichen Schimmer verleihen. Samsung geht es um die Verbindung von digitaler und analoger Technik, welche nicht nur das Auge erfreut, sondern dem geschulten Ohr einen weichgezeichneten Klang beschert.

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Der kleinere Bruder DA-E670 verzichtet auf die Röhrentechnik und das Holz und die Lautsprecher haben eine geringere Leistung. Sascha fiel auf, dass die Audiodocks zu mittenbetont sind, was mir zwar grafisch was sagt, wenn man sich so einen Equalizer vorstellt, aber akustisch nehme ich sowas ohne Referenz nicht wahr. Da kam Ton raus und auch laut. Beide Varianten lassen sich jedoch über WiFi bespielen, was je nach Betriebssystem des verwendeten Smartdevices AllShare (DLNA) oder AirPlay ist. Beide Streaminglösungen liefen völlig problemlos und unterliegen ihren jeweiligen Einschränkungen. Samsung stellt eine eigene Android-App bereit, die für die Dockingposition gedacht ist und Wahlweise Wetter, Player oder eine Uhr zeigt. Desweiteren besitzen diese Audiodocks einen Ethernet-Anschluss, der Seltsamerweise nirgendwo Erwähnung findet. Aufgrund der WLAN-Fähigkeiten ist er hier allerdings auch eher redundant und wäre an den Hornmodellen weit besser aufgehoben, denen WiFi fehlt.

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Die Geschwungenen: DA-E650/1 – in Nussbaum oder Schwarz – im eigenwilligen Horn- oder “Gurken”design für kleinere Räumlichkeiten mit 40 oder 60 Watt Ausgangsleistung (Lautsprecher+Subwoofer). Für Unklarheit sorgen hier, sich wiedersprechende Angaben in PDF-Datenblättern und Samsung-Homepage. Das Dual-Dock befindet sich hier an der Vorderseite und ist wie bei “den Kantigen” auch versenkbar. Die Hörnchen haben nur Bluetooth als drahtlose Verbindungsmöglichkeit und kein eingebautes WiFi, können aber über die verbaute Standart-3,5mm-Klinkenbuchse mit einer Lösung wie AirPlay via AirPort Express von Apple in ein Funknetz eingebunden werden.

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Deren kleiner Bruder und gleichzeitig das günstigste vorgestellte Gerät – das DA-E550 – und mein persönlicher Favorit (weil weiß), hat zwar keinen Subwoofer und nur 10 Watt Ausgangsleistung, ist aber völlig ausreichend für alle ohne Tanzsaal, der beschallt werden müsste. Wie man auf den Bildern sieht, sind die mit Klarlack überzogenen großen Modelle, egal ob nun mit Holzkasten oder ohne, echte Staubmagneten. Das ist der DA-E550 zwar auch, aber man sieht es nicht. Außerdem würde er hervorragend zu meinem weißen iPhone und weißen GALAXY S WiFi 4.2 passen. Der USB-Port hat hier leider nur eine Funktion als Update-Kanal – direktes Abspielen von Musikdateien von einem Stick geht nicht.

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Fazit: Beim direkten Abspielen von USB-Quellen werden MP3s, WAVs und WMAs unterstützt, MP4s (AAC) müssen draußen bleiben (das spielt beim Docken oder Streamen keine Rolle). Bei den Nussbaum-Modellen benötigt man meiner Meinung nach schon eine entsprechend eingerichtete Wohnung, weil sie sonst schnell deplaziert wirken. Ganz offensichtlich gibt es bei bestimmten Produkten die Möglichkeit, dass Samsung und Apple von einem sich überlappenden Produktökosystem profitieren (schlauere Menschen als ich sprechen da wohl von “Synergieeffekten”). Auf der einen Seite bekommen – in diesem Fall – iOS-Nutzer eine Auswahl schöner Lautsprechersysteme für ihren Audio-Content und auf der anderen Seite Samsung mehr als nur die Käufer ihrer eigenen Smartphones als Kunden.

Es wäre schön, wenn beide Firmen sich mehr auf großartige Produkte konzentrieren würden, die sich gegenseitig befruchten, als im trüben Wasser des anderen zu fischen. Es fällt schon auf, dass Samsung sich mit ihrem proprietären Dock der GALAXY Tabs ins eigenen Knie geschossen hat, denn da man sich offensichtlich nicht für ein Triple Dock entschieden hat, fallen diese – bis auf eine Abwandlung des Spitzenmodells mit GALAXY-Tab-2-10.1-Dock – bei dieser Produktpalette hinten runter (obwohl diese natürlich auch immer noch mit AllShare oder Bluetooth ihren Content streamen können).

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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Timo
9 Jahre zuvor

Hallo,
kann ich bei dem e550 auch Internetradio spielen? finde im Netz keine Angaben darüber.

MfG
Timo

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