Samsung Galaxy S3: die Licht- und Schattenseiten des neuen Android-Flaggschiffs

Gestern wurde in London das neue Samsung Galaxy S3 der Öffentlichkeit präsentiert. Nachdem das Samsung Galaxy S2 quasi das Android-Smartphone schlechthin war, sah sich das koreanische Unternehmen mit einer enormen Erwartungshaltung konfrontiert. Jetzt, nachdem die Katze aus dem Sack ist, kann man durchaus davon sprechen, dass Samsung den Erwartungen gerecht wird, wenn auch nichts wirklich Überraschendes im Samsung Galaxy S3 steckt. Und dennoch, wo Licht ist, ist auch Schatten.

Meiner Ansicht nach hat Samsung sehr viel richtig gemacht: Exynos 4412, Quad-Core-Prozessor 1,4 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher, Google Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich – Wow! Inzwischen ist Android einfach so populär, dass man es sich nicht mehr erlauben kann, neue Hardware mit alter Software auszuliefern. Auch was das Design und die Kamera angeht, weiß das Samsung Galaxy S3 zu überzeugen. So viel zum Thema Licht. Und der Schatten? Der ist groß, ganze 4,8″ groß sogar.

Ja ich weiß, darüber wird man sich streiten können und einige werden mir auch widersprechen, aber als ich gelesen habe, dass das Display 4,8″ groß ist, wurde meine Begeisterung gedämpft. Ich hatte das Samsung Galaxy Note mit 5,3″ und auch das Samsung Galaxy Nexus mit 4,65″. Bei beiden dachte ich am Anfang, dass ein so großes Display doch ganz toll ist, aber mit der Zeit nervt die Größe einfach – nicht nur beim Telefonieren, sondern auch dann, wenn man das Smartphone mal in der Hosentasche verstauen will. Das Feedback habe ich auch von vielen anderen Nutzern bekommen. Mir ist nicht ganz klar, wo die “bigger is better”-Überzeugung bei Samsung herkommt. Die 4,3″ beim Galaxy S2 waren perfekt für ein Smartphone.

Und dann wäre da noch die Sache mit LTE, ein Standard, den das Galaxy S3 in Deutschland nicht unterstützen wird. Bei einem UVP von 649 € hätten das aus meiner Sicht einfach drin sein müssen. Jemandem, der alle sechs Monate ein neues Smartphone kauft, mag das egal sein, aber wer zwei Jahre in einem Vertrag festsitzt, wird spätestens 2013 fragen: “Warum hab ich kein LTE?”.

Das alles ist Kritik auf höchsten Niveau. Es steht außer Frage, dass das Samsung Galaxy S3 DAS Android-Smartphone der kommenden Monate sein wird und ich sehe schon jetzt die Meldung vor mir, dass binnen kurzer Zeit eine Million Geräte verkauft wurden. Weiter so Samsung, vielleicht mit einem Samsung Galaxy S3 Mini 😉

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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Kevin Mick
10 Jahre zuvor

Nur mal als Info: Das Galaxy Nexus ist von der Höhe und Breite kleiner als das Galaxy S2…

Ced
10 Jahre zuvor

… und ich will die 5,3″ meines Notes nicht mehr missen, so what?
4,3″ sind mir zu klein, ich könnte also den gleichen Artikel schreiben und mich beschweren, dass das S3 nur 4,3 Zoll hat, wenn es mit einer solchen Bildschirmdiagonale rausgekommen wäre 😉

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