Samsung Galaxy S7 edge Test – ein Flaggschiff in jeder Hinsicht

Samsung hat sich in den letzten Jahren aufgemacht die Android Smartphone produzierende Konkurrenz mehr oder weniger komplett hinter sich zu lassen. Bereits im letzten Jahr konnte man mit dem Galaxy S6 und den edge Modellen ordentlich Boden gut machen und vor allem auch in puncto Wertigkeit nochmal richtig einen drauf setzen. In diesem Jahr setzt Samsung nicht auf große Veränderungen, sondern entwickelte seine S-Modellreihe sinnvoll weiter. Das kleinere edge Modell musste weichen und übrig geblieben sind zwei unterschiedliche Geräte – das S7 und das größere S7 edge, welches ich euch heute etwas näher vorstellen möchte.

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Lieferumfang

Mittlerweile kann man eigentlich ein Quiz durchführen, was in so einer Smartphone-Packung wohl alles drin sein könnte. Die Antwort ist fast immer gleich: In der schwarzen Verpackung aus Pappe mit einem Samsung Galaxy S7 edge Aufdruck findet sich das Smartphone selbst nebst ein bisschen Papierzeug, einem MicroUSB Ladekabel, einem QuickCharge USB Netzstecker, einem microUSB auf USB Adapter zur Datenübertragung vom alten auf das neue Smartphone und natürlich einem passenden in weiß gehaltenen Headset. Das war es dann auch schon.

Technische Details

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Was hat  das S7 edge technisch zu bieten? Zur Ausstattung des großen Samsung Smartphones gehört ein 5,5 Zoll großes Panel mit der hauseigenen AMOLED Technologie, welches mit 2560 x 1440 Pixeln auflöst. Das entspricht der sogenannten QHD Auflösung und ist mit 534 ppi wirklich knackescharf. Aktuell das beste Display in einem Smartphone für mich. Der Exynos 8890 Achtkern Chip schlägt im Herzen des Handys und wird durch 4 GigaByte Arbeitsspeicher unterstützt.

Die Hauptkamera auf der Rückseite kann Fotos mit einer Auflösung von 12 Megapixeln knipsen, wobei auch der Selfie-freudige Nutzer mit 5 Megapixeln vorn auf seine Kosten kommen sollte. Der 3600mAh starke Akku bringt das S7 edge durch den Tag und ist auch für eine kabellose Aufladung zu haben.

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Mit 150,9 mm x 72,6 mm x 7,7 mm ist das Samsung Galaxy S7 edge nicht gerade klein, aber für mich gerade noch genauso groß, dass es erträglich und halbwegs handlich ist. Mit 157 Gramm ist das Smartphone nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Als Betriebssystem kommt natürlich Android zum Einsatz, im Moment noch in der Version 6.0 Marshmallow. Das Nougat Update sollte aber nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen und wird bereits getestet.

Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wird das S7 und das S7 edge nicht mehr in unterschiedlichen Speichervarianten verkauft. Es gibt nur noch das 32 GigaByte Modell, welches durch microSD Karte um bis zu 256 GigaByte erweitert werden kann. Das war beim Vorgänger leider nicht der Fall.

Verarbeitung & Design

Spätestens seit dem Galaxy S6 ist klar: „Plastikbomber“ sind die aktuellen Samsung Smartphones der S-Serie keine mehr. Glas und Metall genauer gesagt Aluminium dominieren das Gerät. Auf der Rückseite findet man die „Samsung“ Aufschrift, den LED Blitz, einen Sensor zur Messung der Herzfrequenz und der Sauerstoffsättigung im Blut (der hier nach wie vor überflüssig ist) und der Kamerabuckel, der nicht zu viel aufträgt um zu stören. An der rechten Seite befindet sich der Power-Button, der wie die Volume Buttons auf der linken Seite einen guten Druckpunkt hat. Am oberen Rand hat Samsung den Slot für die SIM Karte und ein Mikrofon versteckt. Den Infrarot-Sensor hatte man ja bereits im S6 beerdigt! Manche trauern ihm immer noch hinterher. Bleibt noch zu erwähnen, dass unten wieder ein Mikrofon verbaut ist, außerdem der micro USB Port und ein Lautsprecher Platz finden. Der Speaker kann Medien laut wiedergeben, klingt aber nicht mehr als „okay“. Weiterhin kann man ihn zu leicht verdecken.

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Auf der Vorderseite findet man neben dem riesigen QHD Display den Home Button mit Fingerabdrucksensor, einen Multitasking- und einen Zurück-Button. Das Display ist an beiden Seiten abgerundet, wobei man an der Rückseite nicht mehr die scharfen Kanten hat, die noch im S6 edge+ zu finden waren. Mittlerweile ist das Gerät ein echter Handschmeichler und nicht ganz so rutschig, wie noch der Vorgänger! Die Verarbeitung des Gerätes ist in allen Belangen spitzenklasse. An dieser Stelle gilt noch zu erwähnen, dass das Gerät mittlerweile wieder wasser- und staubdicht ist. Der Vorgänger sollte nicht ins Wasser geschmissen werden. Diesem Modell macht ein kurzer Tauchgang aufgrund der IP68 Zertifizierung aber nichts aus.

Software & Bedienung

Auf dem Telefon läuft wie bereits erwähnt Android 6.0, welches durch die Touchwiz Oberfläche angepasst wurde. Auch hier hat man im Vergleich zu damaligen Zeiten weiter nachgebessert und das System so gut es geht von Bloatware befreit. Nett ist auch die Theme-Funktionalität, die dem Nutzer die Möglichkeit gibt, das Aussehen des Systems nach eigenem Gusto anzupassen.

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Neu ist das Always-On Display, was nun auch während des ausgeschalteten Bildschirms Uhrzeit, Akkuladung, Datum und einige Benachrichtigungen sichtbar macht. Der Nutzer hat in einem separaten Menü die Möglichkeit noch ein paar Einstellungen zu tätigen. Unklar ist jedoch, warum ich auf einem Always-On Display ein Hintergrundbild brauche?

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Im Großen und Ganzen kann man bei der Bedienung des Galaxy S7 edge nichts bemängeln. Im Geekbench liegt das Gerät mit 1878 Punkten im Single-Core hinter dem iPhone 7 auf dem zweiten Platz und mit 5267 Punkten im Multi-Core Score auf dem ersten Platz. Auch beim Antutu reiht es sich hinter dem iPhone 7 ein. Performance ist also da! Das merkt man auch im System: Alles läuft flüssig, Multitasking klappt sehr gut und auch im Gaming-Bereich kann man dem Smartphone mit aktuellen Titeln nichts vormachen. Erstklassig.

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Was mir während der Benutzung immer wieder aufgefallen ist: Durch die Größe musste ich das Handy größtenteils mit zwei Händen bedienen. Eine Hand hält das Gerät, die andere arbeitet. Durch die schmalen Ränder und das Umfassen der Hand zum Halten des Gerätes, ist es mir immer wieder passiert, dass mein Handballen an der linken abgerundeten Displaykante auflag. Klingt nicht schlimm, sorgt aber für ein unerfreuliches Problem. Während man mit der rechten Hand den wirklich genialen Screen bedient, interpretiert das Panel den Handballen ab und an als Touch! Schlecht, wenn man schreibt und auf einmal irgendwelche komischen Buchstaben dazwischen sind oder der eigentlich gewollte Druck nicht funktioniert, weil der Handballen aufliegt. Das ist mir bereits beim S6 edge+ passiert und hat mich ab und an extrem gestört.

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Was ich nach wie vor irgendwie überflüssig finde, sind die Softwarefeatures für die Ränder. Bis auf die Wecker/Uhrfunktion (der Rand zeigt dann nur die Uhrzeit an, der Rest bleibt schwarz) habe ich keines der Funktionen wirklich genutzt. Die Möglichkeit VIP Kontakte und Apps auf ein Randmenü zu legen (wischt man von rechts oben ins Display) ist ja ganz nett, um die Sachen im Schnellzugriff zu haben, aber gebraucht hab ich es nie. Ich denke man muss sich bei diesem Telefon dazu zwingen, diese Features auch zu nutzen.

Fitness

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S-Health – so heißt die App, die Samsung als Datensammler rund um Gesundheits- und Körperdaten vorgesehen hat. Prinzipiell kann S-Health fast alle relevanten Gesundheitsdaten aufnehmen. Apple Health ist da noch einen Tick genauer und bietet mehr Datenquellen an. Dennoch finden sich in der (für meinen Geschmack) nach wie vor hübscheren Version von Samsung genügend Daten, die den Otto-Normalverbraucher interessieren. Über den Sensor am S7 edge kann man das Stresslevel, den Sauerstoff-Sättigungswert im Blut und den Puls messen. Über zusätzliches Zubehör kann man dann noch Gewicht, Blutdruck etc. synchronisieren lassen.

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Schritte werden aus der angeschlossenen Smartwatch oder dem Handy selbst ausgelesen. Neben den üblichen Möglichkeiten sich aktuelle Werte anzusehen, hat man hier auch eine Übersicht über die vergangenen Tage, Wochen usw. Theoretisch könnte man in S-Health auch das Essen protokollieren.

Über die App können außerdem Workouts gestartet werden, die man in verschiedene Typen gepackt hat. Das sollte jeder aus diversen anderen Apps bereits kennen. Zusätzlich kann man sich auch in einer Bestenliste mit anderen vergleichen. Die Auszeichnungen gibt es natürlich auch, die motivieren oder eben auch nicht.

Kamera

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Das Samsung in den letzten Smartphones auch immer eine gute Kamera verbaut hat, ist auch kein Geheimnis. Aber kann die Kamera des S7 edge die Erwartungen bestätigen? Meiner Meinung nach ja und zwar richtig! Die Hauptkamera knipst mit 12 Megapixeln und besitzt einen optischen Bildstabilisator. Das ist besonders wichtig, wenn man Videos aufnimmt und nicht ganz so ruhige Hände hat.

Die Auslösezeit der Linse ist auch in dunklen Szenen sehr gut und die Bilder sind gestochen scharf und überzeugen mit knackigen Farben. Meiner Meinung nach sind die Farben einen Tick übersättigt aber das gefällt mir ganz gut. Hier hat jeder so seinen persönlichen Geschmack. Der Blitz schafft auch bei Dunkelheit ein relativ gut ausgeleuchtetes Bild, obwohl man bei einem Smartphone-Blitz eh nicht viel erwarten sollte. Vor allem im Low Light ohne Blitz kann die Kamera glänzen und ist auf einem Niveau mit dem iPhone 7, welches aber erst vor kurzem erschien. Beim genauen Betrachten fällt aber auf, dass das Image-Processing von Samsung die Bilder leicht überschärft zeichnet. Ansonsten ist das hier ganz großes Kino was Samsung mit der Kamera produziert! Für mich die beste Kamera in einem Smartphone, da die Fokussierung einen Tick schneller ist, als beim iPhone 7.

Akkulaufzeit

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Wir erinnern uns: Das Smartphone hat einen 3600 mAh starken Akku und muss damit den Exynos Chip und ein QHD Panel versorgen. Das liest sich auf den ersten Blick auch nicht besonders hoffnungsvoll. Die Batterie hielt bei mir mit moderater Nutzung (Firmenmails lesen/schreiben, Facebook, Twitter etc.) so knapp über den Tag. Ich bin meist auf 4,5 Stunden Screen-On Zeit gekommen, was jetzt nicht heldenhaft ist, aber für viele ausreichend sein sollte. Sollte der Akku doch mal eher leer sein, hilft die Quickcharging Funktion, die das Smartphone innerhalb einer halben Stunde wieder auf ca. 60% Ladung bringt. Drahtloses Laden ist übrigens auch problemlos möglich.

Fazit zum Samsung Galaxy S7 edge

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Das Samsung Galaxy S7 edge ist ein sehr gutes Smartphone! In allen Belangen! Ich durfte hier ein Telefon testen, was den Namen Flaggschiff verdient. Das Gerät bringt den Nutzer gut durch den Tag, ist sehr gut verarbeitet und bringt TOP Hardware mit. Die Kombination aus Größe und der überragenden Kamera könnte ein schlagkräftiges Argument für den Kauf sein, denn die Bilder sind wirklich sehr gut. Die edge-Software Features kann man nutzen, muss man aber nicht. Auch ohne die kann man hier nichts falsch machen.

Wer am Ende beim S7 edge landet muss aktuell 640€ hinlegen. Die Farbwahl müsst ihr dann zwischen Schwarz, Silber, Gold, Pink und Weiß treffen.

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Vielen Dank an Samsung für die Bereitstellung des Testgerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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