Samsung Galaxy Tab 10.1: Trotz Verkaufsverbot – der Verkauf geht weiter [Update]

Samsung_Galaxy_Tab_101 Samsung Galaxy Tab 10.1: Trotz Verkaufsverbot - der Verkauf geht weiter [Update] Tablet Technology

Am vergangenen Freitag konnte Apple einen Sieg im Streit um das iPad-Geschmacksmuster für sich erringen. Das Landgericht Düsseldorf entschied, dass das Galaxy Tab 10.1 dem iPad zu ähnlich sehe. Der Sieg Apples gegen seinen ärgsten Konkurrenten auf dem Tablet-Sektor wirkte auf den ersten Blick niederschmetternd. Doch so düster wie es scheint, ist es gar nicht. Denn auch wenn Samsung Deutschland für das schlanke Tablet nicht mehr werben und es auch nicht mehr vertreiben darf, gibt es noch genügend Möglichkeiten für den Konzern, diese Entscheidung zu umgehen.

UPDATE: Der Verkauf des Galaxy Tabs 10.1 in Deutschland ist für Samsung und Händler doch etwas folgenreicher als hier dargestellt. Weitere Informationen dazu habe ich in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Wie das Nachrichtenmagazin Reuters berichtet, dürfen Händler die auf Lager liegenden Galaxy Tabs ohne Probleme abverkaufen. Selbst wenn die Vorräte zur Neige gehen, dürfte es für deutsche Elektronikhändler, beispielsweise den Media Markt, kein Problem sein das Galaxy Tab über andere Kanäle zu beziehen, wie zum Beispiel via Samsung Niederlande oder direkt via Samsung Korea, die nicht vom Verkaufsverbot betroffen sind.

But retailers such as consumer electronics chain Media Markt will still be able to sell the device by selling off existing stock or getting new supplies from the South Korean group’s parent Samsung International.

Da der Media Markt auch über Filialen in den Niederlanden verfügt, wäre es vermutlich ein relativ leichtes Unterfangen eine größere Charge direkt in den Niederlanden zu ordern und diese auf den deutschen Markt umzuleiten. Auch Samsung könnte intern die Vertriebswege für das Galaxy Tab 10.1 umdisponieren, sodass diese generell nicht über den deutschen Ableger laufen, sondern direkt von Südkorea oder dem anliegenden europäischen Ausland für deutsche Einzelhändler angeboten werden. Damit scheint alles nun doch wieder halb so schlimm, wie es am Freitag nach der Urteilsverkündung noch durchklang. Man muss sich nur zu helfen wissen…

Ob die Händler und Samsung nun tatsächlich diesen Schritt wagen werden, ist zurzeit noch offen, für allzu abwegig halte ich es allerdings nicht. Sobald es etwas Neues über den Vertrieb des Galaxy Tab 10.1 gibt, erfahrt ihr es bei uns. Folgt uns einfach auf Twitter oder Facebook, dann verpasst ihr nichts. Bei Amazon wird es übrigens auch noch gelistet, nur etwas teurer, auch im Preisvergleich findet man noch das ein oder andere Angebot.

Zm Weiterlesen:

via AllAboutSamsung und Reuters –

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  3. Plagiate und Nachahmer sollten generell nicht so einfach ihre Produkte vertreiben dürfen. Diese haben es der forschenden und innovativen Industrie schon immer schwer gemacht.

    • Es geht ums aussehen. Somit müste Apple auch andere Hersteller verklagen.
      Dazu gehören dann auch elektronische Bilderrahmen. Flach mit einen dunklen Rahmen und runden Ecken. Damit kann man auch ein Bild mit bunten Icons darstellen.
      Technisch gesehen laufen beide auf unterschiedliche Betriebssysteme mit unterschiedliche Philosophie.
      Die ersten Tablet´s mit Touch kamen auch nicht von Apple, sonder von HP und Compact

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