Samsung Premiere 2013: GALAXY S4s mini, ACTIVE & zoom / GALAXY NX / ATIVs Q, Tab 3, Book 9 plus+lite & One 5 Style

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Ganz recht. Nicht weniger als neun neue oder überarbeitete Geräte, die im Laufe des Sommers auf den Markt tropfen werden, stellte Samsung gestern Abend in London vor. Die GALAXY-S4-Familie wurde komplettiert, das Windows-8-PC-Lineup aufgestockt und die nächsthöhere Stufe von Kameras mit Android erklommen. Nach dem Sprung könnt ihr euch zunächst die Aufzeichnung der ganzen Präsentation am Stück ansehen.

Alles in allem, hat man sich sehr darum bemüht die Vorstellung knackig über die Bühne zu bringen und hat von diversen Showeinlagen abgesehen. Bei neun Geräten fühlte sich das tatsächlich wie ein Staffellauf an und die Moderation hetzte förmlich durch das Programm.

Die GALAXY-S4-Familie

Neben neuen Farbvarianten für das GALAXY S4 brachte Samsung gleich drei Smartphones, bei denen ich mir wünschte sie wären tatsächlich nur Eines, mit. Das S4 mini, das S4 ACTIVEdas S4 zoom. Ich hatte wirklich auf folgenden Satz gehofft: “These are not three separate devices!”, wurde aber enttäuscht.

Das GALAXY S4 mini ist die kompakte Version des S4 mit einem handfreundlichen, 4,3 Zoll großen, qHD-Super-AMOLED-Display. Im Inneren steckt ein 1,7-GHz-Dual-Core-Prozessor, 1,5 GB RAM und 8 GB interner Speicher. Hinten blickt eine 8-MP-Kamera ins Feld und vorn eine mit 1,9 Megapixeln ins Gesicht. Der Akku hat ein Nennladung von 1900 mAh.

Das GALAXY S4 ACTIVE ist die Outdoor-Version des S4 und ist wie das Sony Xperia Z Staub- und Wasserresistent. Es soll 30 Minuten bis zu 1 m unter Wasser ohne Schäden aushalten können. Es wird damit nicht gleich zum Fotoapparat für Taucher, aber dank den Hardware-Buttons (der Touchscreen funktioniert nicht unter Wasser) ist zumindest die Kamera beim Schnorcheln oder im Pool bedienbar. Die Kamera-App erhielt sogar einen extra Smartmodus (Aqua Mode) für die Unterwassersituation. Desweiteren ist das S4 ACTIVE mit Handschuhen (z.B. beim Wintersport) bedienbar. Das FHD-TFT-Flüssigkristalldisplay hat eine Diagonale von 5 Zoll, eine Pixeldichte von 443 ppi und ist mit Gorilla-Glas geschützt. Der 1,9-GHz-Prozessor bekommt vom 2900-mAh-Akku ausreichend Strom, die Kameras (8 & 2 MP) sind vergleichbar mit denen im Mini und es bekommt 16 GB internen Speicher (erweiterbar). Neben einem schwarzen Modell gibt es das S4 ACTIVE auch noch in orange oder blau.

Das GALAXY S4 zoom ist ein Kamera-Smartphone mit 10fachem optischen Zoom. Oder die kleinste GALAXY Camera. Je nach Betrachtungsweise. Lässt man das Telefonie-Feature aus der GALAXY Camera und GALAXY NX noch heraus, ist das S4 zoom wohl kompakt genug, um bei Samsung noch als Smartphone durchzugehen, das eben auch eine Point-&-Shoot-Kamera ersetzen kann. Geregelt wird der Kameramodus über einen Drehring, der an der Basis der Linse sitzt. Das S4 zoom verfügt wegen des Linsensystems über einen optischen Bildstabilisator, der den Software-Bildstabilisatoren normaler Smartphone-Kameras überlegen ist. Der Bildsensor ist ein 16-MP-BSI-CMOS (rückwärtig beleuchtet, wie die meisten heutzutage) und ein Xenon-Blitz hilft beim Ausleuchten nächtlicher Motive. Das S4 zoom wird es in weiß und schwarz geben. Softwareseitig hat man sich ein nettes Fotofeature einfallen lassen, dass es einem erlaubt, ein Bild während eines Telefonats zu machen und direkt an den Gesprächspartner zu senden. Aktiviert man seine Ortungsdienste, zeigt einem das Gerät Fotos, die andere Leute in der Umgebung bereits aufgenommen haben – wenn man nicht weiß, welche Sehenswürdigkeit sich lohnt aufzunehmen. Insgesamt 25 Smart Modes sollen unbedarften Nutzern ein möglichst perfektes Bild in jeder Situation ermöglichen.

Die GALAXY-NX-Systemkamera mit Android

Neben einem Smartphone mit optischem Zoom, gab es auch Samsungs neuesten Vorstoß in Richtung Kamera mit Android zu sehen: die GALAXY NX. Nach der GALAXY Camera von letztem Jahr, schreitet man nun ein Preisfeld höher und begibt sich aufs Terrain der spiegellosen Digitalkameras mit wechselbaren Objektiven. Es handelt sich dabei also um die erste Systemkamera auf Androidbasis mit 4G-LTE-Konnektivität. Alle 30 Samsung-NX-Objektive passen auf den Body der GALAXY NX. Ein APS-C-Sensor mit 20,3 Megapixeln und hybridem Autofokus soll tolle Aufnahmen in jeder Situation ermöglichen. Die kleinstmögliche Verschlusszeit beträgt 1/6000 s, so dass sich schnell bewegende Objekte leichter festhalten lassen. Auf der GALAXY NX läuft Android 4.2.2 Jelly Bean und hat damit die Flexibilität des mobilen OS auf dem alle nur erdenklichen Fotoapps laufen. Die Rückseite der Kamera ist vom großen 4,8-Zoll-HD-TFT-Display geprägt und ein 1,6-GHz-QuadCore-Prozessor treibt das System an. Ein separater Prozessor ist allein für die Verarbeitung der Bildsignale (ISP) zuständig. Auch die NX hat Smart Modes (über 30).

Die ATIV-Familie

Fünf neue oder überarbeitete Computer kamen in der zweiten Phase der Vorstellung auf die Bühne, darunter das brandneue Convertible ATIV Q. Samsungs Chimäre aus Sony VAIO Duo 11 und ACER Aspire R7, setzt wie beim VAIO Slider auf einen Trackpoint und wie beim Aspire R7 auf ein displayzentriertes Scharnier, das mehrere Konfigurationen zulässt. Das 13,3-Zoll-qHD+ Display mit 3200 x 1800 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 275 ppi ist spekatakulär (zum Vergl. MacBook Pro Retina 13″ hat 2560 x 1600). Desweiteren laufen Android und Windows 8 Seite an Seite (vermutlich läuft Android in einer virtuellen Maschine) und man kann durch einen einfachen Tastendruck zwischen den Systemen hin- und herschalten. Es lassen sich sogar AndroidApps auf den Start-Screen von Windows 8 pinnen und Dateien landen in geteilten Ordnern. Als Hardwarearchitektur kommt Intels Haswell-Prozessorgeneration zum Einsatz, dessen Energieeffizienz bis zu 9 Stunden aus dem Akku herausholen soll. Samsung unterstüzt auch die Stifteingabe mit ihrem S Pen, und einem Digitizer mit den üblichen 1024 Note-Druckstufen (Surface Pro hat nur 256). Das ATIV Q wiegt 1,29 kg und ist nichtmal 14 mm dick – das Gehäuse besteht aus Magnesium.

Dem folgte das ATIV Tab 3 – die Windows-Variante des GALAXY Tab 3. Auch hier läuft das normale Windows 8 drauf, kein Windows RT und es soll trotzdem bis zu 8,5 Stunden durchhalten. Das Tab 3 wird mit MS Office 2013 vorinstalliert ausgeliefert, das Display hat eine 10,1-Zoll-Diagonale und der S Pen ist auch am Start.

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In der Notebook-Sparte hat man das Series-9-Ultrabook umbenannt und eine Budget-Version (schwarzes oder weißes Kunststoffgehäuse) hinzugefügt. Die neuen Bezeichnungen lauten ATIV Book 9 plus und ATIV Book 9 lite. Das Schema mit den Ziffern, die die Preisstufen ausdrücken sollen wird beibehalten (höher=besser). Im ATIV Book 9 plus steckt das selbe hochauflösende Display wie im ATIV Q und bekam auch den neuen Haswell von Intel. Es soll damit bis zu 12 Stunden durchhalten und muss sich so vor den kürzlich vorgestellten MacBook Airs nicht verstecken. Im Gegenteil, der Touchscreen und dessen Auflösung sind denen voraus.

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Das ATIV Book 9 lite hat nun nicht das edle Gehäuse und keinen Touchscreen, aber auch einen QuadCore-Prozessor und dafür drei Farbvarianten.

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Für zuhause gibt es noch einen neuen All-In-One den ATIV One 5 Style, der vom Design ausschaut wie ein GALAXY Tab (weißer Kunststoff & Alurahmen) mit Standfuß. Das Gerät soll vor allem als Familienmaschine und Mediacenter herhalten. Dazu hat es einen QuadCore-Prozessor und Samsungs SoundAlive (4-Watt-Lautsprecher auf 2.2 Kanälen) mit Verstärker. Die eigene Software HomeSync Lite macht das Gerät zum Heimserver für alle Musik- und Videodaten und Backuplager aller mobilen Endgeräte, die damit verbunden werden.

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Ich frage mich, wer das alles kaufen soll. Der Ansatz, einfach alles zu bauen was möglich ist, klingt für mich sehr wie Produktion direkt für die Halde. Die Betonung der eigenen Innovationskraft beim ATIV Q war angesichts der offensichtlichen Design”inspirationen” einfach nur lächerlich, auch wenn das Gerät sehr schick rüberkommt. Ich habe nichts dagegen, dass Samsung ähnliche Geräte baut, sondern dagegen, dass sie die Frechheit besitzen, diese als ihre ureigenste Ideen zu verkaufen.

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Folgt mir 🙂

Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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