Sony SEL-35F18 Objektiv ausprobiert – mein neues Immerdrauf!

Anfang diesen Jahres musste eine neue Kamera her. Lange hab ich überlegt: mit Spiegel oder ohne Spiegel? Die Wahl viel schlussendlich auf die Sony alpha 6000 mit der ich ganz zufrieden bin. Das einzige wirkliche Manko sind dabei aber die Kit Objektive. Es musste also ein neues Immerdrauf her. Die Wahl viel auf das Sony SEL-35F18. Welches ich euch heute vorstellen möchte. 

Sony SEL-35F18 Test-5

Kurz vorweg: Ich bin Laie im Gebiet der Fotografie. Man versucht sich aber mit Diesem oder Jenem. Ich habe mich bei der Wahl des Objektivs von Ben beraten lassen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ihr unbedingt bei ihm auf der Facebook– und Twitterseite vorbei schauen solltet, wenn ihr etwas fotointeressiert seid.

Verarbeitung & Technik

Zur Verarbeitung kann man wenig Negatives sagen. Alle von Sony produzierten Objektive (die ich bisher in der Hand hatte) zeichnen sich durch eine sehr gute Verarbeitung aus. Keine Plastikgewinde oder billig anmutende Materialien. Man findet nur Metall und hochwertige Plastik an den Teilen, die auch aus Plastik sein sollten. Durch die eingesetzten Materialien bringt das kleine Objektiv ganze 154 Gramm auf die Waage.

Sony SEL-35F18 Test-8

Was gibt es zu dem Objektiv noch zu sagen? Das Sony SEL-35F18 hat eine Brennweite von 35mm was einer APS-C Brennweite von 52,5mm entspricht (da Crop-Sensor). Durch diese Brennweite ist es hervorragend geeignet für Portraits, eignet sich aber auch sonst für Schnappschüsse jeglicher Art. Die lichtstarke Blende von f/1.8 besitzt sieben Lamellen und sorgt für sehr gute Fotos bei Tag, aber auch bei schlechterem Licht. Die kleinste mögliche Blende ist eine f/22. Weiterhin ist neben dem optischen Bildstabilisator ein sogenannter Smooth AF Motor verbaut, der für eine schnelle motorisierte Fokussierung sorgt und in meinem Test hervorragend funktionierte. Gesetz dem Fall man hält den Mindestabstand von 30 Zentimeter zum Objekt ein macht der Fokus, was er soll. Wenn man näher herankommt wird es schwierig bzw. dann findet der Fokus nicht den Punkt, den man haben will. Wer Makro fotografieren will, sollte also die Finger von diesem Objektiv lassen, denn dafür ist es sowieso nicht gedacht.

Erfahrungen & Testbilder

Ich hatte es erst schon erwähnt: Ich bin kein Profi, wenn es um Fotografie geht. Dennoch denke ich die Basics so halbwegs drauf zu haben. In den vier Wochen, in denen ich dieses wunderbare Objektiv ausprobieren durfte sind ein paar Bilder von meiner Familie entstanden und natürlich durften auch die Katzen etc. auf das ein oder andere Bild. Was mir auf Anhieb im Gegensatz zu den Kit-Objektiven auffiel: die Bildqualität. Die Farben sind wesentlich lebendiger, man merkt auch, dass die Blende ihr Werk ganz hervorragend verrichtet. Wenn man den Fokus richtig setzt sind die Bilder gestochen scharf. Das sieht man auch noch, wenn man etwas näher in das Bild hinein zoomt. In den Ecken und an den Rändern sieht man bei entsprechender Blendeneinstellung ein paar Artefakte, die mich nicht weiter stören. Das kommt außerdem nur zum Tragen, wenn man ziemlich kleine Ausschnitte der Bilder nutzt, was sowieso nicht in mein Einsatzgebiet fällt. Ein Problemchen hat das Objektiv jedoch, wenn die Blende ganz offen ist. Nachdem ich mich etwas belesen hatte, scheint das aber ziemlich viele Objektive zu betreffen, wenn man mit einer offenen Blende arbeitet. An folgendem Bild kann man das ganz gut erkennen. Hier seht ihr unseren Kater Lucky beim Chillen…

f/1.8 ISO800 1/320s

f/1.8 ISO800 1/320s – unbearbeitet

Was mir an dem Objektiv besonders gut gefällt ist dieses unglaubliche Bokeh, was man hier zaubern kann. Aber zurück zu dem „Problem“. Ist es euch schon aufgefallen? An den Barthaaren und an den Haaren der Brauen sieht man ein grünes bzw. rotes Leuchten. Einige Elemente die vor dem Fokuspunkt liegen leuchten bei 1.8er Blende ab und an rötlich (chromatische Aberation), so wie hier:

rotes Flare "vor dem Fokus"

rotes Flare „vor dem Fokus“

Die Elemente die im Hintergrund des Fokuspunktes liegen, fangen ab und an grünlich an zu leuchen, so wie hier:

grünes Flare "vor dem Fokus"

grünes Flare „nach dem Fokus“

Alles in allem ist es das aber auch schon, denn mich persönlich stört es nicht. Ich bin sehr zufrieden, mit dem Objektiv und werde mir auch zeitnah ein eigenes als Immerdrauf besorgen. Hier hab ich für euch noch einmal ein paar Bilder (unbearbeitet). Es sind auch welche mit unterschiedlicher Blendeneinstellung dabei, damit ihr mal den Unterschied im Bokeh seht.

 

Fazit zum Sony SEL-35F18

Sony SEL-35F18 Test-6

Wer den Test bis hierhin gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich mich etwas in dieses Objektiv verguckt habe. Es steht auch schon ganz oben auf meiner Anschaffungsliste. Wer ebenfalls ein Objektiv für seine Kamera mit E-Mount sucht, der ist mit diesem Gerät auf jeden Fall auf der richtigen Seite unterwegs.

Ihr könnt das Sony SEL-35F18 für knapp 400 Euro bestellen! Ihr sollte aber auf jeden Fall aufpassen, denn die Preise schwanken ziemlich stark. Mal sind es 400, mal sind es nur 200 Euro. Hier lohnt es sich täglich bei Amazon vorbei zu schauen!

powered by Amazon Preis.de Preisvergleich

Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Testgerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
Olli
Folgt mir ^^

Veröffentlicht von

https://www.stereopoly.de

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Die Sony Alpha 6300 als täglicher Wegbegleiter im Test - STEREOPOLY

  2. Pingback: Olympus OM-D E-M5 Mark II - 40 Megapixel Systemkamera ausprobiert - STEREOPOLY

Schreibe einen Kommentar