Eine Woche mit dem SurfSlider Sony VAIO Duo 11 – Ultrabook mit Touch & Windows 8 [Testbericht]

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Wie alle großen Hersteller, präsentierte auch Sony auf der diesjährigen IFA in Berlin seine Produktpalette mit und für Windows 8, die zum Weihnachtsgeschäft ihren Weg auch in die deutschen Läden finden sollte. Ich selbst konnte die IFA 2012 nicht besuchen, der Surf Slider von Sony erweckte aber auch online mein Interesse. Umso größer war meine Freude, zum Verkaufsstart des VAIO Duo 11 in Deutschland, ein Testgerät von @SonyDeutschland zur Verfügung gestellt zu bekommen, um es eine Woche lang ausgiebig ausprobieren zu können.

Entrée

Man vertraute mir eine Mittelklasse-Konfiguration an, die für 1399 € (EVP) im Einzelhandel zu haben ist – nutzt man die Option zur individuellen Konfiguration im Sony Online Shop, kommen 1269 € heraus, weil es dort derzeit keinen Preisunterschied zwischen dem verfügbaren i3- oder i5-Prozessor von Intel gibt. Es lohnt sich also, die zwei vorkonfigurierten Modelle für den Einzelhandel mit einem individuellen build-to-order-Gerät zu vergleichen. Welche Optionen es genau gibt, findet ihr am Ende des Beitrages. Die Freude war also groß, als ich ein brandneues Gerät auspacken durfte.

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Wie ihr sehen könnt, legt Sony einen aktiven, drucksensitiven Stylus (VGP-STD1) bei, der das Eingabemöglichkeitenpotpourri neben Tastatur & Trackpoint und Multi-Touch nützlich erweitert. Sony hat dem Gerät nämlich einen Digitizer (vermutlich mit WACOMs feel IT Technologie, für die sie nächstes Jahr auch eigene Stifte bauen) verpasst, der ganz ähnlich der NOTE-Familie von Samsung, erstaunlich akkurat Handschrift oder Zeichnungen direkt über das Display ermöglicht, denn das Deckglas wurde direkt auf das Display laminiert (kein Luftspalt). Mitgeliefert wird eine Austauschspitze, falls das Schriftbild sich sichtlich verschlechtern sollte.

Es verblieb, neben einer Menge Papier, nur noch das Netzteil aus der Verpackung zu befreien. Leider ist das Netzteil selbst, wie auch der Anschluss, unspektakulär und nicht magnetisch – die gelbe Buchse auf der Rückseite fühlte sich beim Verkabeln tatsächlich wackelig und spillerig an – ein Eindruck, der im krassen Gegensatz zum Rest des VAIO Duo 11 steht. Hier hat man sich in Japan nicht lumpen lassen, denn das Chassis besteht aus Magnesium in „gun metallic“ (= schwarz) und ist weit weg von dem Plastikfetisch anderer Hersteller. Wer schon ein Surface aus Vapor-Mg in der Hand hatte, kann sich das Duo 11 in etwa vorstellen.

An der Front gibt es vier Status-LEDs, die über An/Aus, Akkuladung, Speicherzugriff und Funknutzung Auskunft geben.

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Rechts gibt es drei Anschlüsse, zwei davon USB – einer mit Strom – und einen full-size HDMI-Anschluss, und den An- und Ausschalter.

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Hinten befindet sich der schon erwähnte Stromanschluss neben einem ausklappbaren Ethernet-Port.

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An der linken Seite prangt der nicht zeitgemäße, aber wohl noch zu oft in Präsentationumgebungen einzig nutzbare, VGA-Anschluss (Beamer werden wohl nicht so oft getauscht), gefolgt von einem Speicherkartenslot, in den Sonys proprietäre Memory Sticks also auch SD-Karten passen (nur nicht gleichzeitig) und der Kopfhörerbuchse. Das eingebaute Mikro hat seinen Einlass daneben.

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Kommen wir nun zu den wohl am Dämlichsten platzierten Tasten ever. An der unteren Vorderseite befinden sich nämlich nicht nur die Stereo-Lautsprecher, sondern auch vier Tasten, die den Schnellzugriff auf die Lautstärke, die Bildschirmrotation und die Hilfefunktion ermöglichen sollen. Im Notebook-Modus sind diese Tasten überhaupt nicht zu erreichen und zusammengeschoben – im Tablet-Modus – befinden sie sich nicht nur HINTEN, nein sie sind auch versenkt, bzw. auf einer Ebene mit dem Chassis und damit nur schwer ertastbar. Ich hab mehr als einmal versucht mit dem Lautsprecher den Ton lauter zu machen. Bestimmt gewöhnt man sich schnell daran (es sind ja dann auch nur vier Tasten), aber ergonomisch ist was anderes.

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Gleiten à la Sony

Der Slider-Mechnismus wirkt zunächst spektakulär, weil mensch so etwas nicht gewohnt ist, es stellt sich jedoch schnell Ernüchterung ein, weil es gar nicht so einfach ist, zu sliden. Effektiv gibt es genau eine Handhabung, bei der der Tastaturteil festgehalten und am oberen Ende des Bildschirms gehebelt werden muss.

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Weder kann der Bildschirm von unten hochgeschoben, noch an den Seiten beidhändig angehoben werden. Zwei angenubbelte Kanten an den beiden Rändern des Displays taten ihr Übriges um mich zu verwirren, denn diese sind komplett nutzlos und verleiten zu einer intuitiven Handlung (eben dort das Display zu bewegen), die zu nichts führt.

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Pointing Device from Hell

Ist der 11,6“-Bildschirm einmal in seiner – nicht änderbaren – Position, strahlt einen die hintergrundbeleuchtete Tastatur an, in deren Mitte sich ein optischer Trackpoint befindet. Der optische Trackpoint war für mich die wohl frustrierendeste Eingebmethode, die ich bisher ausprobieren durfte, denn einmal zu oft wurde ein Klick erkannt, der keiner sein sollte, oder ein Doppelklick nicht. Das Teil ist klar der Kompromiss, den Sony eingehen musste, da kein Platz für ein Trackpad blieb. Was auf den ersten Blick schick wirkt ist leider extrem unnütz. Hier wurden gleich zwei ergonomisch vorteilhafte Komponenten für den Stil geopfert – der Bildschirm lässt sich nicht in einen, der Situation angepassten, Winkel bringen und die Funktion eines leichter zu bedienenden Trackpads wird von einem Trackpoint übernommen, der leider nicht ohne Lernkurve auskommt. Klar, gewöhnen kann man sich an alles, aber wer bisher maximal die roten Knubbel von Lenovos ThinkPads kennt, wird hier zunächst keine große Freude haben.

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Wenn es möglich wäre den Slider-Mechanismus an die beiden Außenkanten zu verlagern, den Bildschirm ganz bis ans Ende zu fahren und dann dort zu kippen – in welche Position mensch es sich wünscht – dann wäre das tatsächlich grandios. So machen Details das Gesamtbild kaputt. Diese Details sind es aber, die ständig benutzt werden. Im Desktop-Modus von Windows 8 geht es nun mal nicht (besonders gut) ohne Pointing-Device. Warum sollte es auch, der hat sich ja nicht verändert und wird auch gebraucht. Für jeden OS-Modus braucht es die perfekte Eingabemethode, was der Stift und Multi-Touch für die Moderne Windows-8-UI sind, ist der optische Trackpoint für den Desktop-Modus definitiv nicht. Gottseidank gibt es genug USB oder Bluetooth um die Maus des Vertrauens anzukoppeln, nur muss man die halt mitführen, was Abstriche bei der Portabilität bedeutet. Die Tastatur hingegen ist sehr flauschig beim Tippen und die etwas verkleinerte Tastenoberfläche (erinnert an die P-Serie von Sony) bietet genug Platz zwischen den einzelnen Tasten um sich nicht zu vertippen.

Benutzung

Windows 8 Pro läuft schnuffig spritzig und reagiert ohne Verzögerung auf jede Eingabe, das Einbinden ins lokale WLAN war unproblematisch und durch das Verbinden mit meinem Windows-LIVE-Konto hatte ich sofort alle meine Daten. Im Grunde unterscheidet sich die „Experience“ hier nicht von einem Anmelden mit einer Apple ID an ein frisches Apple-Gerät oder einem Google-Konto an einen frischen Androiden. Völlig schockiert hat mich die wahnsinnig schnelle Einsatzbereitschaft. Selbst ein Kaltstart war nach der Ersteinrichtung in Sekundenbruchteilen abgeschlossen und mich begrüßte der Windows-8-Lockscreen.

Aufgrund meiner Unzufriedenheit mit dem SurfSlider-Mechanismus und dem Trackpoint, habe ich das VAIO Duo 11 einfach mal gedockt, wie es wohl in einer normalen Arbeitsumgebung schon mal vorkommt. Vorhandenen Monitor via HDMI angeschlossen, Maus und Tastatur via Bluetooth gepairt und schon hatte ich einen flotten Desktoprechner. Klar verkommt das Gerät so zu einem Gehäuse, aber es geht immerhin. Einziger Nachteil: über HDMI kommt maximal Full HD (also 1920×1080), was auch der nativen Auflösung des Duo 11 entspricht, wodurch ein höher auflösender externer Monitor eben auch nicht mehr darstellen kann, auch wenn er theoretisch könnte. Analog (am VGA-Port) ist sicher mehr möglich, aber wer will das schon. An diese Stelle hätte ein Thunderbolt-Port über den DisplayPort geht gehört. Wenn man das eingebaute Display doch benutzt, hat man sehr kontrastreiche, retinöse 190 ppi im 16:9-Format (ein MacBook Air hat bei selber Bildschirmdiagonale nur 135 ppi – Apple muss hier nachlegen) und eine Exmor-Webcam mit 2 MP, die Full HD-Video aufzeichnen kann, vor der Nase. Im Tabletmodus ist rückseitig noch so eine.

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Aufgrund akuten NFC-Tag-Mangels konnte ich es leider nicht ausprobieren, aber das VAIO Duo 11 hat einen NFC-Auflagepunkt an der Unterseite, für etwaige zukünftige Einsatzzwecke. Ein ganzes Komplement an Sensorik, wie es heute in Smartphones und Tablets üblich ist, gibt es auch hier: GPS und Kompass machen das Gerät ortbar (was den Wetter- und Maps-Apps zu Gute kommt), Lage- und Beschleunigungssensor drehen den Bildschirminhalt und stehen Spielen zur Verfügung. Nur einen Slot für die Daten-SIM sucht man auch hier vergeblich. Ernsthaft, Leute? Mobilgerätehersteller, baut 3G- (meinetwegen auch LTE-) Modems in eure Geräte! Tethering und USB-Sticks sind so 2009.

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Sony wirbt zwar damit, dass das VAIO Duo 11 mit einer Hand im Tabletmodus gehalten werden könne, aber isch möschte das nischt, denn es ist mit seinen 1,3 kg doppelt so schwer wie das iPad der 4. Generation. Da fällt einem echt der Arm ab und auch beidhändig habe ich es immer so schnell wie möglich irgendwohin drapiert (im Bett hilft ein Kissen oder eine Wand) und eine Couchsitzposition (Gerät auf Oberschenkel) nehme ich mangels Couch so gut wie nie ein. Alle die etwas Leichtes zum Konsumieren suchen sind mit Kindle Fire, Nexus 7 oder iPad mini deutlich besser dran. Es ist tatsächlich schade, dass es außerhalb von ebenen Flächen, mit Sitzposition im Idealabstand, keine richtig gute Möglichkeit gibt, den Tabletmodus wirklich zu benutzen, in dem der Stylus erst richtig gut funktioniert und seine Stärken in diversen Apps ausspielen kann. Es gibt zwei ausklappbare Füßchen, die dem Ganzen einen kleinen Winkel geben, aber im Grunde beugt mensch sich aufrecht sitzend immer über das Gerät.

So, zur Gamingpower. Es war ja gerade mal wieder Humble-Bundle-Zeit und es gab Spiele von THQ im Bezahl-Doch-Was-Du-Willst-Angebot. Darunter war auch „Darksiders“, das ich direkt auf das VAIO Duo 11 losgelassen habe. Der Titel ist zwei Jahre alt und damit meiner Meinung nach noch neu genug um hier richtig zu fordern. Wer irgendwelche 3D-Benchmarks erwartet ist bei mir falsch. Entweder funktioniert etwas gut oder eben nicht. Darksiders ging so. Auf voller Auflösung war leider kein Blumentopf zu gewinnen, die Ingame-UI wurde lahm und ich bin kaum noch aus dem Spiel herausgekommen. Zwei Stufen niedriger, wie vom Spiel vorgeschlagen, ging es ab und der inzwischen weit verbreitete Intel HD Graphics 4000 Chip kam damit dann auch zurecht. Dieser ist natürlich der größte Abturner im Gesamtpaket und auch Schuld an der, ins OS eingebauten, Systemeinstufung.

sony-vaio-duo-11-bewertung Eine Woche mit dem SurfSlider Sony VAIO Duo 11 - Ultrabook mit Touch & Windows 8 [Testbericht] Testberichte

Warum an der Stelle nun ausgerechnet auf einen nVidia- oder AMD-Chip verzichtet wurde, erschließt sich mir nicht, aber das erschließt sich mir bei höherpreisigen Geräten, wie dem MacBook Pro mit Retina Display, erst recht nicht. Dass soll Sony jetzt nicht entschuldigen, ist aber scheinbar Mode, so dass eigentlich sehr schnelle Systeme mit i5/i7-Prozessoren, DDR3-RAM und SSDs künstlich ausgebremst werden, damit sich dedizierte Gaming-Laptops noch verkaufen. Ganz klar, die modernen Displays mit hohen Auflösungen wollen alle befeuert werden und dann kann man froh sein, wenn sie beim Tippen von Text mit der Darstellung hinterherkommen [Anm.d.Autors: Überspitzung].

Die 130 € Differenz zwischen Fertigmodell und Eigenkonfiguration möchte mensch übrigens für den ansteckbaren Zweitakku (VGP-BPSC31) ausgeben, ohne den ich auf knapp vier Stunden Laufzeit bei durchschnittlicher Benutzung (Surfen, Spielen, Kommunikation…) mit Pausen kam. Eine ähnliche Laufzeit gibt Microsoft ja für sein noch zu erwartendes Surface Pro mit Windows 8 an, wenigstens hat Sony sich – bei den heute üblichen Tabletlaufzeiten von +/- 8 Stunden – hier eine Lösung einfallen lassen.

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Am Ende kann man sagen, dass Sony hier ein wertiges und formschönes Gerät herausgebracht hat, dass für meinen Alltag leider nicht oder nur begrenzt taugt. Wichtige Details entsprechen nicht meinen persönlichen Bedürfnissen, die das VAIO Duo 11 zu einem perfekten Windows-8-Ultrabook gemacht hätten und dementsprechend harsch reagiere ich auch auf sie. Hier war Sony etwas zu verspielt und hat die Bedienbarkeit für die durchaus ansprechende Präsentation vernachlässigt. Die passende Tasche (VGP-CK1) hätte Sony, wie den Erweiterungsakku, ruhig mit in das ansonsten so leere Schächtelchen packen können, denn nur dort gibt es eine Möglichkeit den Stylus unterzubringen.

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Modellvergleich

Den Vergleich der drei in Deutschland erhältlichen Varianten – zwei vorkonfiguriert, eines indivuell – könnt ihr direkt bei Sony machen. Hier eine Übersicht.

SVD1121P2E SVD1121X9E SVD1121C5E
  • Intel Core i3-3217U Prozessor
  • 1,8 GHz
  • Windows 8
  • schwarz
  • 29,4 cm  /  11,6″ (1920×1080)
  • 128 GB SSD
  • 4GB Speicher
  • ohne Trusted Module
  • 1199 €
  • Intel Core i5-3317U Prozessor
  • 1,70 GHz (mit Turbo Boost bis zu 2,6 GHz)
  • Windows 8 Pro
  • schwarz
  • 29,4 cm  /  11,6″ (1920×1080)
  • 128 GB SSD
  • 4GB Speicher
  • mit Trusted Module
  • 1399 €
  • bis zu Intel Core i7-3517U Prozessor
  • 1.9 GHz
  • Windows 8 oder Windows 8 Pro
  • schwarz
  • 29,4 cm / 11,6″ (1920×1080)
  • 128 GB – 256 GB SSD
  • 2 GB – 8 GB RAM
  • ohne – mit Trusted Module
  • 1099 € – 1974 €

Bonuslevel

Wo ich gerade dabei bin möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um auf die teilweise selbstverschuldete, aber dennoch verzerrte Wahrnehmung von Windows-8-Geräten – bei der werten Käuferschaft, aber auch Bloggerkollegen – einzugehen, wie sie sich mir besonders in Bezug auf Akkulaufzeiten aufdrängt. Da wird sich beschwert, wie denn das Surface Pro nur 4h Laufzeit haben könne, wo andere Tablets mindestens das Doppelte offerieren. [Vorsicht hier kommt der Apple-Vergleich]. Das Surface Pro, das VAIO Duo 11 und ähnliche sind aber tatsächlich Vertreter aus der Ultrabooksparte und es ist leistungstechnisch einfach verdammt nochmal nicht zulässig, sie mit Android- oder iOS-Tablets zu vergleichen, in denen ARM-Prozessoren werkeln und keine aktive Kühlung von Nöten ist. Einzig das Surface RT und andere, noch auf sich warten lassende Geräte mit Windows RT, müssen sich diesen Vergleich gefallen lassen. Ultrabooks (haltet von dem Intel-Label, was ihr wollt, es wurde nun mal von allen Herstellern angenommen) kann man nur untereinander und mit einem entsprechenden MacBook Air vergleichen. In diesem Fall das MacBook Air 11“, für das Apple auch NUR 5h Laufzeit mit einer Ladung angibt. Im Vergleich dazu ist die Nutzung des ansteckbaren Zweitakkus beim Sony-Modell eine Offenbarung.

Mir ist schon klar, woher dieser Drang kommt derartige Vergleiche anzustellen, schließlich wildert Microsoft mit seinem dualen Betriebssystem (und damit die Hersteller von Geräten wie dem VAIO Duo 11) in iOS- & Android-Tablet-Regionen. Aber all diese Geräte sind im Grunde Notebooks, die eben auch mit Multi-Touch oder Stiften bedient werden können, egal wie sehr Redmond „touch first“ proklamiert. Die ARM-Architekturen sind – relativ zügig – ähnlich leistungsstark geworden, wie die x86er von Intel – zumindest hinterlässt es für den Nutzer diesen Eindruck. „Angry Birds“ läuft dort eben genauso gut, wie auf dem Windows-8-Notebook – nur das ist schwerer, lüftet, läuft halb so lang und kostet das Dreifache. Der Vorwurf an die PC-Hersteller und Microsoft lautet daher: wenn ihr euer Paket aus Soft- und Hardware schon (auch) gegen etablierte Tablets vermarktet, in dem ihr die eigenen Tablet- und Touch-Eigenschaften in den Vordergrund stellt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn diese wie Blei in den Regalen liegen bleiben.

Ihr müsst schon darauf aufmerksam machen, dass man mit euren PCs weiterhin echt produktiv arbeiten kann. Der Unterschied(!) eines Windows-8-Convertibles zu einem iPad oder Nexus 10 ist wichtig. Echtes Multitasking, Anschlüsse, Speicherplatz, ordentliche Tastatur, schneller Prozessor und mehr als 1 GB RAM. Krass ausgedrückt: iPad und MacBook in einem. Genau das rechtfertigt Preisunterschied, kürzere Akkulaufzeit, Gewicht et cetera. Ich sage nicht, versucht dem Angry-Birds-Spieler einen PC zu verkaufen, das wird nicht funktionieren. Versucht dem Mobilen Profi, dem Studenten, dem Fotografen die Teile zu verkaufen – Leute die mit Tablets auch mal an Grenzen stoßen und sonst MacBooks kaufen gehen aber auch mal Angry Birds spielen wollen. Die schon totgeredete Stifteingabe ist DAS perfekte Verkaufsargument, denn die funktioniert auf kapazitiven Displays nur so mittelprächtig. Und wenn ihr schon einen Zweitakku habt, legt den bei einem Gerätepreis von 1400 € mit dazu, denn wirklich jede_r will acht Stunden Laufzeit und nicht nur vier, wenn sie zu bekommen sind.

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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Harald M.
8 Jahre zuvor

Ich habe das Lesen an der Stelle eingestellt, an der der Autor als Grafikanschluss statt üblichem DVI urplötzlich Thunderbolt, eine nicht lizenzierbare proprietäre Schnittstelle von Apple, gefordert hat.
Das zeugt weder von Objektivität noch von der nötigen Kompetenz, die man bei einem solchen Review erwarten muss.

Ein Leser weniger.

H.M.

Admin
Sascha 'Gilly'(@sascha-israel)
8 Jahre zuvor
Reply to  Harald M.

Hallo Harald,

leider bist du da nicht richtig informiert. Thunderbolt wurde von Apple und Intel entwickelt und kann sehr wohl lizensiert werden.

Asus bietet zum Beispiel Steckkarten für Thunderbolt an und Acer hat kürzlich ein Ultrabook mit dieser Schnittstelle vorgestellt.

Falls du mehr Infos zu Thunderbolt suchst, schau doch mal hier: https://thunderbolttechnology.net/news/press

Ach und noch was: Zeig’ mir mal ein Ultrabook mit DVI, wenn diese Schnittstelle so üblich ist, müsste es da ja einige geben 😉

wp7micha (MichaROW)
8 Jahre zuvor

Guter Test, danke.

Liebäugele auch mit dem Sony.

D.B.
8 Jahre zuvor

Das Bonuslevel ist genau der Grund warum das Gerät für mich interessant wird ! Ich kann nun mal aufm iPad nicht ein Latex Dokument erstellen oder meinen Java Code compilen. Aber Laptop und iPad zur Uni mit zu nehmen ist halt nicht drin. Bei einer Fahrtzeit bis zu 2 Stunden in 3 Büssen & Fähre ist nur Laptop auch schlecht wegen des Formats eines aufgeklappten 13″ Laptops. Ich will nicht sagen dass das hier die Eierlegende Wollmilchsau ist, aber es hat wenigstens einen Ansatz in die richtige (nützliche) Richtung. Ich selbst werde es auch mal testen.

Ringa
8 Jahre zuvor

Habe das Ding mal im MediaMarkt ausprobiert. Eigentlich ein Sofortkauf, wenn da nicht der dumme Trackpoint wäre. Der ist wirklich grauenhaft. Es ist unvorstellbar, dass SONY so etwas verbaut. Ärgerlich, denn ich hätte es mir gerne gekauft.
Toshiba hat mit dem U920T ein Trackpad, was mir viel mehr entgegen kommt.

[…] Dezember 2012 haben wir euch einen Windows-8-Rechner von Sony vorgestellt, das VAIO Duo 11. Ein etwas anders gebautes Ultrabook mit voller Prozessorpower der i-Serie von Intel und der […]

[…] auf die Bühne, darunter das brandneue Convertible ATIV Q. Samsungs Chimäre aus Sony VAIO Duo 11 und ACER Aspire R7, setzt wie beim VAIO Slider auf einen Trackpoint und wie beim Aspire R7 auf ein […]

[…] das VAIO Duo 13, dessen kleinen Bruder und Vorläufer, das Sony VAIO Duo 11, ich euch im letzten Dezember vorgestellt habe. Hier zeige ich euch kurz, was alles im Lieferumfang dabei ist. Das Gerät wird mich die […]

Frederik
8 Jahre zuvor

Ich kann zwar NOCH keinen Kommentar zur Qualität usw abgeben, aber dafür habe ich einen super Sony Studentenrabatt auf allmaxx entdeckt. Dort gibt es in Form einer Back to School Aktion momentan 25% Studentenrabatt auf verschiedene Sony Hardware…

https://allmaxx.de/sony/sony-aktion-2013

[…] zu gummierten Oberflächen). Ist die Stifteingabe ähnlich gut wie bei den VAIO Duos ( 11 / 13 ) von Sony, würde ich hier klar für das schwarze Modell plädieren. […]

[…] der Japaner – das VAIO Tap 11 – auszuprobieren (wenn man von Ultrabook-Convertibles Duo 11, Duo 13 und Fit) […]

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