Steve Jobs: 7 Zoll Tablets "Dead on Arrival", basht Google und RIM – Überraschung noch für 2010

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Apple-Chef Steve Jobs dreht auf. Während der gestrigen Präsentation der überaus positiven Quartalszahlen ließ er es sich nicht nehmen, über seine Konkurrenz aus der Smartphone- und Tablet-Welt herzuziehen. Sowohl Google als auch RIM Blackberry bekamen in seiner fünfminütigen Rede ihr Fett weg.

Jobs über Research in Motion (RIM)

Während seiner „wilden fünf Minuten“ stellte Jobs fest, dass Apple auf dem Smartphone-Sektor mittlerweile den Martführer in den USA überholt hätte. RIM werde in der nahen Zukunft auch nicht wieder zu Apple aufschließen können. RIM sollte seinen Schwerpunkt von einer Hardwareschmiede auf das Softwaresegment verlegen. Für RIM stelle es eine große Herausforderung dar, eine Software-Plattform zu entwickeln, die sich mit marktführenden Konzernen messen könne. Erst dann könne der Konzern Entwickler überzeugen, neben iOS und Android für eine dritte Plattform ausreichend Applikationen zu entwickeln. Apple bietet für iOS mittlerweile 300.000 Apps an – mit so einer starken Konkurrenz habe RIM einen „hohen Berg zu erklimmen“.

“It handily beat RIM’s 12.1 million Blackberries sold in their last quarter.  We’ve now passed RIM. I don’t see them catching up with us in the foreseeable future.  It will be a challenge for them to create a mobile software platform and convince developers to support a third platform.”

Jobs über Googles Android

Der Apple Chef kann es sich auch nicht nehmen lassen, Googles Android zu kritisieren. Google sehe sein eigenes mobiles Betriebssystem als offen und Apples iOS als geschlossen – Jobs hält diese Art der Differenzierung für verschleiernd und unaufrichtig. Nach Jobs Meinung sollte man die beiden Systeme nicht nach offen und geschlossen unterscheiden, sondern den Fokus auf fragmentiert (Android) und integriert (iOS) legen. Android wird von Tag zu Tag fragmentierter. Für Kunden spiele dieser Aspekt eine größere Rolle als offen und geschlossen.

Als weiteren Punkt pro iOS nennt er die einfachere Arbeit für Entwickler. Statt für hundert verschiedene Plattformen zu programmieren (hier übertreibt der Herr mal ein wenig), gibt es bei Apple eine Einzige. Aufgrund dieses übersichtlichen Angebots hat der Entwickler mehr Zeit, neue Features zu entwickeln anstatt die Software auf hundert Varianten zu testen – Innovation ist das Zauberwort. Aus diesem Grund bleibt Apple bei seinem integrierten Ansatz, egal wie oft Google es als geschlossen bezeichnet.

“Google wants to characterize Android as open, and iOS and the iPhone as closed. We think this is disingenuous”

Jobs über 7 Zoll-Tablets

Durch Jobs Aussagen wird das Gerücht über ein bereits zu Weihnachten kommendes 7 Zoll iPad zu Grabe getragen. Er bezeichnet das Format als „Tweener“ (betweener) – also irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Sie seien zu groß, um sich mit Smartphones zu messen und zu klein, um ernsthafte Konkurrenz für das iPad zu sein. Die Siebenzöller seien für ein Tablet einfach zu klein – der Größenunterschied zum iPad betrage genau 45 Prozent. Auch wenn eine höhere Auflösung des Displays helfen könnte, sei es dennoch sinnlos – es sei denn das Tablet verfüge über Sandpapier, mit dem man seine Finger auf ein Viertel der Größe zurecht schmirgeln könne. Diese Aussage zeigt eindeutig, dass Apple keine Pläne hat, ein Tablet in dieser Größe herauszubringen. Ich persönlich halte dieses Format für ideal – das iPad ist mir zu schwer und sieben Zoll würden mir ausreichen.

“It is meaningless unless your tablet also includes sandpaper, so that the user can sand down their fingers to around one-quarter of their present size.”

Die potenziellen Konkurrenten, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Tab oder das kommende PlayBook von RIM haben Probleme mit dem Kampfpreis des iPads mithalten zu können, obwohl die Kosten für das kleinere Display geringer sind. Im iPad vereint sich laut Jobs alles, was während der Entwicklung qualitativ hochwertiger Produkte wie den iPhones und iPods gesammelt werden konnte. Es verfügt über den selbst entwickelten A4-Chip, eigene Software, sogar die Chemie in den Batterien sei in eigenen Laboratorien zusammengemixt worden. Andere Hersteller verfügen nicht über diese Ressourcen, sodass die relativ geringen Preise bei hoher Verarbeitungsqualität nicht erreicht werden können.

Wie sehr Jobs auch gegen die Konkurrenz wettert, in einer Position geht er Konform mit Google: Android in der aktuellen Version ist nicht für Tablets geeignet. Ab Gingerbread – also vermutlich Android 3.0 – wird es anders aussehen.

Die Ansprache von Jobs im Original:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=hUQVIqjkzD4&feature=player_embedded[/youtube]

Nachdem er mit den bösen Worten gegen die Konkurrenz fertig war, offenbarte er, dass Apple für das laufende Kalenderjahr noch eine Überraschung in petto hätte. Ob es wohl ein 7-zölliges iPad ist? 😉

[via Techcrunch und Financial Post; Foto Flickr/Joi]

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10 Jahre zuvor

[…] Steve Jobs: 7 Zoll Tablets “Dead on Arrival”, basht Google und RIM – Überrasc… Geschrieben von af | Keine Kommentare […]

Nicole Haase
10 Jahre zuvor

Eine Zwischengröße (Tweener) halte ich auch nicht für sinnvoll. Es sei denn, man greift statt Sandpapier auf neue Konzepte (eventuell ergänzend) zum Touchscreen zurück (z.B. https://bit.ly/9VStv7).

Andreas Floemer
10 Jahre zuvor

Ein 7 Zoll-iPad oder Konkurrenzprodukte, wie das Galaxy Tab, finde ich sehr interessant. Ich habe sowohl mit dem iPad als auch mit dem Galaxy Tab arbeiten können – von der Größe gefällt mir das Galaxy Tab ehrlich gesagt besser – außerdem ist das iPad zu schwer.
Würde Apple ein 7 Zoll iPad bauen, könnte ich mich geneigt sehen so ein Gerät zu kaufen.Das Samsung Tablet ist zwar auch nicht so uninteressant, disqualifiziert sich allerdings durch seinen viel zu hoch angesetzten preis.

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