studiVZ bezieht Stellung zur Facebook-Klage

In einer aktuellen Meldung seitens des Holtzbrinck-Portals studiVZ gehen erste Verteidigungsversuche bzgl. der am Samstag bekannt gewordenen Klage vom weltweit größten sozialen Netzwerk Facebook hervor. Marcus Riecke, CEO von studiVZ Ltd., bezieht zu dem Vorgang wie folgt Stellung:

»Nachdem es Facebook trotz aufwändiger Bemühungen bisher nicht gelungen ist, in Deutschland Fuß zu fassen, versucht man jetzt offenkundig, den Erfolg von studiVZ gerichtlich zu behindern.«

Den eigentlichen Inhalt und somit den Vorwurf, studiVZ sei »nichts anderes als Facebook in rot mit anderem Logo«, könne man nicht kommentieren:

Offensichtlich hielt Facebook es für angebracht, einzelne Medien intensiv über den Inhalt der Klage zu informieren. Diese ist studiVZ bislang nicht zugestellt worden. studiVZ kann und wird den Inhalt der Klageschrift daher nicht kommentieren. Die in den Medienberichten erhobenen Vorwürfe sind haltlos.

Stuttgart, übernehmen Sie!

studiVZ hat nach eigenen Angaben bereits am vergangenen Freitag Feststellungsklage beim Landgericht Stuttgart eingereicht. Festgestellt werden soll von den zuständigen deutschen Gerichten, ob die von Facebook erhobenen Vorwürfe zutreffend sind. Riecke meinte weiter:

»Es gibt weltweit zahlreiche soziale Netzwerke. Facebook war nicht das erste und ist beileibe nicht das Einzige. Mit dem Versuch, studiVZ durch die Durchführung eines Prozesses ohne Erfolgsaussichten vor einem amerikanischen Gericht zu schädigen, erhebt Facebook im Prinzip den Anspruch auf ein weltweites Monopol bei sozialen Netzwerken. Dies ist vermessen und wird sich schnell entlarven. Wir sehen der Sache gelassen entgegen.«

Unsere Freunde von netzwerig.com haben bereits vor Bekanntgabe dieser Stellungnahme ziemlich treffend erläutert, warum es studiVZ in einem Jahr nicht mehr geben könnte. Wir sind gespannt, welchen Weg dieser »Schlammkrieg 2.0« noch geht und halten euch selbstverständlich über alles auf dem Laufenden!

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13 Jahre zuvor

dazu fällt mir einzig und alleine eine sache ein: LoL

Raso
13 Jahre zuvor

[quote]erhebt Facebook im Prinzip den Anspruch auf ein weltweites Monopol bei sozialen Netzwerken. Dies ist vermessen und wird sich schnell entlarven.[/quote]

Das erinnert mich doch stark an StasiVZs Bemühungen alle deutschen Internetseitem, die mit VZ enden, Unterlassungsfestellungen aufzu zwingen.

[…] Schachzug könnte nicht ganz ungeschickt sein – auch um einige Zeit zu gewinnen. Auch andere Blogger haben sich des Themas schon […]

Jasmin
13 Jahre zuvor

solln, die auch mal was zum streiten haben. gott, was sich leute zeitweise aufregen.

naja markenrecht und kopien, alles recht und gut, aber dann solln sie es pattentieren lassen und dann hama des problem net. dann könnens ohne weiters klagen, weils e des pattent haben.

oder is des falsch?

Eric Makswitat(@eric-makswitat)
13 Jahre zuvor

Auch ein interessanter Gedanke: Warum fällt Facebook gerade jetzt ein StudiVz zuverklagen? Diese Plattform gibt es doch nicht erst seit gestern auf dem Markt.

Ich kann mir gut vorstellen wie das Abgelaufen ist. Die Facebookverantwortlichen stöbern durch ihre Deutschland-Facebook-Nutzungsstatistik und erkennen dabei, dass sie die deutsche Lokalisierung verpennt haben und daher keiner mehr Facebook in Deutschland braucht. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern….wenn man mal….und das macht Facebook jetzt…von Klagen absieht.

13 Jahre zuvor

[…] gegen BoerseVZ hat. Negative Feststellungsklage? Da war doch was: studiVZ reagierte ebenfalls mit Feststellungsklage auf Facebook’s […]

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