Suchtfaktor Online-Spiele

online-games2 Suchtfaktor Online-Spiele Web Nutzer von Computerspielen sind schon arm dran: am laufenden Band werden Computerspiele als Ursache für ausartende Gewalt verantwortlich gemacht. Alle halbe Jahr will eine der großen Parteien ein Verbot durchsetzen. Nun legt die Drogenbeauftragte des Bundes  nach.

Dieses Thema kennen wir ja jetzt schon seit Jahren. Oft genug werden Computerspiele nach einem Amoklauf als Verursacher von Gewalt genannt. Und wenn es nicht Spiele sind, dann wird die Schuld in der Musik einer bestimmten Band gesucht. Meiner Meinung nach machen es sich viele Politiker zu einfach, wenn sie Ursachen von Gewalt in Computerspielen suchen.

Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte des Bundes, forderte nun anlässlich einer Fachtagung eine schärfere Altersbeschränkung für Spiele wie zum Beispiel World of Warcraft, welches  ab 12 Jahren freigegeben ist. Solche spiele können laut Bätzing süchtig machen und sollten von den Ländern auf eine Freigabe ab 18 Jahren hochgestuft werden.

Wenn man bedenkt, dass unter Fachleuten der Begriff Sucht in diesem Bereich umstritten ist, ist diese Forderung meiner Meinung nach nicht haltbar. So soll es sich bei übermäßigem Konsum entsprechender Spiele nicht immer um Sucht handeln, sondern vielmehr um ein Symptom anderer Probleme wie Zwangs-, Angststörungen oder Depressionen.

Die Gefahr, dass Computerspieler einen Stempel aufgedrückt bekommen, ist groß. Bätzings Forderung, Eltern und Lehrer zu unterstützen, um Mediensucht frühzeitig zu erkennen beziehungsweise zu verhindern würde ich allerdings mittragen.

Aber nicht nur die Bundesdrogenbeauftragte beschäftigt sich mit den Begleiterscheinungen des Internets. Die CDU/CSU hat in ihr aktuelles Wahlprogramm einige Passagen zum Thema Internet aufgenommen. Die Schlagwörter sind „Rechtsverletzungen effektiv unterbinden“, „Kinderpornografie“ und „Urheberrecht“. Alles sieht danach aus, als würden CDU und CSU das Internet weiter reglementieren wollen.

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