Tesla wird den Akkuwechsel wohl nicht weiterverfolgen

Tesla bietet neben den normalen Stromsäulen und Schnelladesäulen (Supercharger), auch testweise den kompletten Tausch des Akkus in knapp 90 Sekunden an. Die bisher einzig verfügbare Wechselstation läuft aber nicht besonders gut und diese Option wird vermutlich fallen gelassen.

tesla-battery-swap Tesla wird den Akkuwechsel wohl nicht weiterverfolgen Elektromobilität Technologie

Im Dezember startete in Harris Ranch, Kalifornien, die erste Wechselstation, deren Technik Elon Musk hier einem normalen Tanken gegenüberstellte und im Prinzip mit jedem Model S möglich ist:

Doch blieb es bisher nur bei dieser einen Station und zum Pilotprojekt eingeladene Tesla-Besitzer müssen immer einen Termin ausmachen. Von 200 Leuten kamen gerade mal 5 und die auch nur einmal. Das besserte sich auch nicht, als das Projekt auf alle Tesalfahrer ausgeweitet wurde.

Tesla hat gleichzeitig aber auch die Supercharger am Start, für die man eben keinen Termin benötigt und auf der Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles verteilt stehen. Leute nehmen dann lieber eine etwas längere Fahrpause in Anspruch. Außerdem mißbrauchen tatsächlich einige Fahrer die Supercharger für lokalen Verkehr, was zwar mal in Ordnung sei, aber eben eigentlich für die Überlandfahrten gedacht sei.

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Natürlich ist das „Swapping“ auch gefühlt zum Scheitern angelegt worden. Nicht nur, dass man eben einen Termin machen muss, eine einzige Station in ganz Kalifornien ist keine attraktive Alternative zur E-Zapfsäule, deren Netz inzwischen gut ausgebaut ist. Theoretisch ist das natürlich viel schneller und kostet weniger als eine ganze Tankfüllung einer vergleichbaren Limo und hätte neben den Säulen einen Platz verdient. Die Supercharger sind aber auch auf Lebenszeit kostenlos und im Preis des Wagens eingepreist.

Mit dem Model X kurz vor Launch, ist es fraglich, ob diese neuen Autos überhaupt die noch Wechseltechnik mitbekommen. Hier ist,w as Elon Musk dazu zu sagen hatte:

We have the LA-to-San Francisco pack swap capability in place, and I believe all Model S owners in the California area have been invited at this point to try it out. And what we’re seeing is a very low take rate for the pack swap station. So we did an initial round of invitations, where we did basically like 200 invitations, and I think there were a total of four or five people that wanted to do that, and they all did it just once. So, okay, it’s clearly not very popular. And then we said, okay, let’s expand that invitation to all customers, but I would expect that all customers roughly behave like that initial sample group.

It’s just, people don’t care about pack swap. The Superchargers are fast enough that if you’re driving from LA to San Francisco, and you start a trip at 9AM, by the time you get to, say, noon, you want to stop, and you want to stretch your legs, hit the restroom, grab a bite to eat, grab a coffee, and be on your way, and by that time, the car is charged and ready to go, and it’s free. So, it’s like, why would you do the pack swap? It doesn’t make much sense.

We built the pack swap into the car because we weren’t sure if people would want to choose the pack swap or not. We thought people would prefer Supercharging, but we weren’t sure, so that’s why we built the pack swap capability in. And based on what we’re seeing here, it’s unlikely to be something that’s worth expanding in the future, unless something changes.

For the Superchargers, as we said in the initial press release, the Superchargers are free. It’s basically free long distance for life, forever. So free long distance forever is what the Superchargers are providing. Now, there are a few people who are quite aggressively using it for local Supercharging, and we will sort of send them just a reminder note that it’s cool to do this occasionally, but it’s meant to be a long-distance thing. But it is free long distance forever, and it’s basically built into the cost of the car. And based on what we’re seeing in terms of the economics, it looks quite supportable.

Der Ausbau des zusätzlichen Stationsnetzes würde viel Zeit und Geld verschlingen und die Prioritäten wechseln bei Tesla eben auch schnell. Hängt erst bei jedem Besitzer eine Powerwall, wird das Wechseln vermutlich noch unattraktiver.

Quelle: The Verge

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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