Kopfhörer-Test: Bose QuietComfort 25 mit Acoustic Noise Cancelling

Die Bose QuietComfort 25 mit Acoustic Noise Cancelling haben mich in den vergangenen Wochen überall hin begleitet. Die Over-Ear-Kopfhörer überzeugen durch ein ausgewogenes Klangbild und eine hervorragende Geräuschisolierung, die keine Kompromisse kennt.

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Während mein Bose SoundLink Mini uns bis heute noch immer und überall hin begleitet, bin ich mit den Bose QuietComfort 20 In-Ear Noise Cancelling-Kopfhörern nie so richtig warm geworden. Das lag einerseits an dem zusätzlichen Kontrollmodul, das notwendig war, damit das Noise Cancelling überhaupt funktioniert und andererseits an der Tatsache, dass ich – abgesehen vom Sport – ohnehin nicht so der große In-Ear-Kopfhörer-Fan bin.

Auftritt: Bose QuietComfort 25

Ganz anders verhält es sich mit den neuen Bose QuietComfort 25 Acoustic Noise Cancelling-Kopfhörern. Over-Ear-Kopfhörer wohlgemerkt. Diese begleiten mich nun schon seit ein paar Wochen im Alltag und auf Reisen. Kurz und knapp: Ich bin rund um zufrieden.

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Dafür gibt es mehrere Gründe: zunächst wäre da die gewohnt hochwertige Verarbeitungsqualität von Bose, die sich in den QuietComfort 25 widerspiegelt. Die Kopfhörer überzeugen durch ihre schlichte Eleganz. Sie sind minimalistisch. Dezent. Edel. Wenn man mit ihnen im Zug oder in der Fußgängerzone unterwegs ist, zieht man keine Blicke auf sich, wie das Beats oder den BeoPlay H6 von Bang & Olufsen der Fall ist.

Zurückhaltend geben sich die Bose QuietComfort 25 auch beim Gewicht: Nur 195 g bringen die Kopfhörer auf die Waage. Zusammen mit den weichen, anpassungsfähigen Ohrpolstern und dem ebenfalls recht bequemen Kopfband in Wildlederoptik, gewährleistet das höchsten Tragekomfort. Zudem hält das Around-Ear-Design Umgebungsgeräusche zuverlässig von der Ohrmuschel fern, selbst wenn man das Noise Cancelling nicht aktiviert hat.

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Und wenn man sie nicht trägt? Dann lassen sich Boses Noise Cancelling-Kopfhörer platzsparend in dem mitgelieferten – ebenfalls hochwertigen – Lederetui verstauen. Die QuietComfort 25 verfügen nämlich über einen speziellen Faltmechanismus. Dadurch nehmen die Kopfhörer kaum Platz weg und lassen sich problemlos in der Aktentasche oder im Rucksack verstauen. Für mich persönlich ein sehr wichtiger Punkt, da Platz bekanntlich rar ist.

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Randnotiz: Im Lieferumfang ebenfalls enthalten ist ein Adapter für’s Flugzeug. Außerdem ist das Kabel (samt Fernbedienung und Mikrofon für’s Freisprechen) nicht am Kopfhörer befestigt und kann abgenommen werden. Warum das wichtig ist, erfahrt ihr gleich.

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Totale Stille

Das Design und die Verarbeitung  sind bei einem Kopfhörer zwar wichtig, beim Bose QuietComfort 25 ist aber ein ganz anderes Feature das entscheidende Kaufargument: das aktive Noise Cancelling. Die Geräuschunterdrückung. Die Lärmreduzierung. Wie auch immer ihr es nennen wollt, es ist einfach nur genial. Vor allem auf Reisen.

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Im Bose QuietComfort 25 ist jede Menge Elektronik verbaut, die über ein Mikrofon die Umgebungsgeräusche analysiert. Geräusche sind bekanntlich nichts anderes als Schallwellen. Die kann man aufheben, indem man gegenläufige Schallwellen produziert. Und genau diesen Anti-Schall produzieren die Kopfhörer von Bose. Das Ergebnis? Totale Stille!

Aktiviert man das Noise Cancelling über den entsprechenden Schalter am Kopfhörer, fühlt man sich mit einem Mal wie unter eine Käseglocke – ganz egal, ob man sich im Bus oder in der U-Bahn befindet. Man bekommt von der Umgebung so gut wie nichts mehr mit. Freilich dringt noch das ein oder andere Geräusch zum Trommelfell durch, aber eben nur stark gedämpft. Nimmt man die Kopfhörer ab, fragt man sich, wo plötzlich der ganze Lärm herkommt. Ein AHA-Erlebnis, das man nur nachvollziehen kann, wenn man sich die QuietComfort 25 selbst mal auf die Ohren setzt.

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Ihr müsst übrigens keine Musik hören, um dieses Feature zu nutzen. Ihr könnt auch einfach nur die Kopfhörer – ohne Kabel – aufsetzen und euch im Flugzeug schlafen legen. Alles kein Problem. Besser als jeder Ohrstöpsel.

Was man noch wissen sollte: Das Noise Cancelling setzt eine AAA-Batterie voraus, die im Durchschnitt für rund 34 Stunden dem Lärm den Garaus macht. Ist die Batterie leer, kann man weiterhin Musik hören. Allerdings ohne Lärmreduzierung. Dafür mit einem Klangbild, das unspektakulär und emotionslos wirkt.

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Höhen und Tiefen

Sinn und Zweck des Bose QuietComfort 25 ist aber natürlich der Musikgenuss mit aktiviertem Noise Cancelling – und dann macht dem Kopfhörer auch klangtechnisch keiner mehr was vor. Bose-üblich kommt der QuietComfort 25 mit einem warmen, natürlichen und ausgewogenen Klang daher. Detailreich nicht zu vergessen.

Diese Eigenschaften machen den Kopfhörer zum Allroundtalent. Er eignet sich für jede Art von Musik. Nur wer es basslastig mag, sollte vielleicht doch lieber zu Beats und Co. greifen. Ich für meinen Teil bin mit der klangtechnischen Abstimmung des QuietComfort 25 jedenfalls zufrieden, da ich je nach Lust und Laune alle Musikrichtungen von Klassik, über Rock bis hin zu Pop höre.

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Fazit: Qualität hat ihren Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Bose QuietComfort 25 liegt bei 299 Euro. Bei Amazon wird man aber schon für 249 Euro fündig. Ist das zu teuer? Keineswegs. Der Preis ist – in Anbetracht dessen, was der Kopfhörer leistet – mehr als angemessen. Sobald man das Noise Cancelling aktiviert, taucht man ein in eine Welt der Stille, auch wenn man sich gerade in der Fußgängerzone oder in der U-Bahn befindet.

Das ist viel wert – und definiert das „ungestörte Musikvergnügen“ vollkommen neu. Meine Empfehlung: geht zum Fachhändler und überzeugt euch mit euren eigenen Ohren von Qualitäten des Bose QuietComfort 25. Man muss diesen Kopfhörer und vor allem das Acoustic Noise Cancelling selbst erleben, um es schätzen zu lernen.

Frank Feil

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Macht jede Reise leiser: Bose QuietComfort 15 | Gilly's playground

  2. Schöner Test 🙂
    Wie sieht es denn mit dem Lärm nach außen aus? Vielleicht hab ich es nur überlesen… meine bisherigen Over-Ears schirmen zwar für mich von außen alles gut ab, geben aber sehr viele Geräusche an die Umgebung ab, was in gewissen Lebenslagen schon recht störend sein kann.

    Dieser Satz „Dafür mit einem Klangbild, das unspektakulär und emotionslos wirkt.“ passt für mich irgendwie nicht ganz zum restlichen Ton des Artikels, das klingt ja schon sehr negativ. Also wenn man das Noise Cancelling nicht nutzen will, sollte man sich lieber nach anderen Kopfhörern umsehen?

    • Also nach außen geben die Kopfhörer kaum Lärm ab. Ich habe das mal getestet und man hört nach außen hin nichts (außer man übertreibt es halt total mit der Lautstärke). Und ja, wenn man das Noise Cancelling nicht nutzen möchte, sollte man sich andere Kopfhörer kaufen. Die Vorgänger haben ja ohne aktiviertes Noise Cancelling nicht mal funktioniert 😉 Jetzt kann man eben noch Musik hören, wenn die Batterie leer ist, aber das ist eher so als Fallback für Notfälle zu sehen.

      • Danke für die Antwort 🙂 Ist natürlich doof, immer von vollen Batterien abhängig zu sein, aber einerseits halten die ja recht lange und andererseits geht es zur Not ja auch ohne 🙂

        • Klar, ich mein, wenn du jeden Tag eine Stunde Musik hörst, reicht dir eine AAA-Batterie so circa einen Monat lang. Das ist mMn vollkommen ok. Wenn du natürlich täglich 7 Stunden Musik hörst, sollte man über wiederaufladbare Batterien nachdenken 😉

  3. Ich habe noch die QC15 und bin damit eigentlich sehr zufrieden. Schön wäre ein Over Ear Modell mit Active Noise Cancelling und Bluetooth, dass man (am besten optional) auf das Kabel verzichten könnte…

  4. Haha, die Sonnenbrille! Ich denke, dass gerade die Motivation eine Sonnenbrille auf das Titelbild zu platzieren den eigentlichen Wert des Bose Kopfhörers am besten beschreibt. Der bloße Glaube an die Qualität des Produkts, das Image des Quiet Comforts ist es doch, die dem Besitzer einen Mehrwert gibt. Nochmal, ich meine, dass man sich ein Stück Glückseeligkeit kauft. Zum Verständnis, kaufte man sich einen Kopfhörer auf einem Markt im entfernten Orient, wäre die Bedeutung des Hörers doch eine ganz andere. Der Letztliche Bezug zum Kopfhörer ist es doch, der den eigenen Wert, also auch den Wert des Kopfhörers bedeutet.

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