Test: iPad Pro 10.5 – Konkurrenzloser König am Markt

Mit dem ersten iPad brachte Apple damals das erste wirklich gut benutzbare Tablet raus und hat seitdem mit der Reihe Erfolg um Erfolg gefeiert. Doch auch die Tabletumsätze zeigten in den vergangenen Jahren nicht immer nur nach oben. Zwischendurch hieß es sogar einmal „Tablets sind tot“. Mit dem iPad Pro versuchte Apple die Trendwende und konnte sich mit dem 9,7“ und 12,9“ Modellen wieder etablieren. Am Design änderte sich jedoch wenig. Ich möchte euch heute das relativ neue iPad Pro 10.5 vorstellen. An dieser Stelle sei schon einmal Cyberport erwähnt, die so nett waren mir das Gerät für einen Test zur Verfügung zu stellen.

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Lieferumfang

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Der Lieferumfang ist Apple-typisch wenig aufregend. In der typischen weißen Verpackung mit der großen iPad Abbildung findet man natürlich das Tablet, ein Lightning auf USB Kabel und einen Netzstecker. Eine Bedienungsanleitung, eine Garantiekarte und die üblichen Apple-Sticker sind ebenfalls mit dabei.

Design

Apple liefert mit dem iPad Pro ab. Das merkt man schon beim Auspacken. Das Tablet miss 250 x 174 Millimeter und ist für ein 10,5 Zoll großes Tablet sehr kompakt. Nie hat Apple weniger Rand in einem Tablet vorgesehen als hier. Auch wenn natürlich immer noch etwas Luft nach oben ist, aber ich findet das Design für ein Tablet mehr als ausreichend. Mit 6,1 Millimeter ist das Gerät außerdem verdammt dünn. Das Gros der Smartphones ist dicker. Mit den Maßen und einem Gewicht von 469 Gramm ist es handlich, liegt gut in der Hand und man hat nach einiger Zeit der Nutzung nicht das Gefühl, dass einem die Hände abfallen.

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Der Alu-Unibody ist sauber verarbeitet und auch sonst findet man keine Verarbeitungsmängel. Wer versucht das Tablet zu biegen und zu verwinden wird leider wenig Erfolg haben. Ein Tablet wie aus einem Guss.
Auf der Rückseite findet sich ein Mikrofon und die 12 Megapixel Kamera mit einer f/1.8 Offenblende und dem 4fach-LED Blitz. Es ist dasselbe Kamerasystem, wie auch im iPhone 7. In diesem Artikel werde ich nicht näher auf die Kamera eingehen, weil die für mich in einem Tablet nicht wirklich sinnvoll ist. Leute die mit einem iPad durch die Stadt rennen und Fotos machen, kann ich leider nicht verstehen. Muss ich aber auch nicht. Dieselben Menschen regen sich wahrscheinlich auch auf, dass DSLRs zu klobig sind aber gut. Fakt ist: Die Kamera ist erste Sahne. Wer mehr Details oder Bilder dazu sehen möchte, kann sich meinen iPhone 7 Test zu Gemüte führen.

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An der Front befindet sich der Home Button mit dem Touch ID Sensor, die 7 Megapixel-Frontkamera für Selfies und Co und das 10.5 Zoll große TrueTone Display zu dem ich später noch einmal komme. An den Seiten findet man einen Smart Connector, die Power-Taste, die Lautstärke-Tasten und links und rechts je zwei Lautsprecher die ordentlich Betrieb machen. Den Lightning-Anschluss und den 3,5 mm Kopfhöreranschluss (ja hier gibt’s den noch) will ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen.

Das Display

Bei einem Tablet ist das wichtigste in erster Linie das Display. Denn da schaut man nun einmal die ganze Zeit drauf. Apple verbaut hier ein Retina-Display mit einer Auflösung von 2.224 x 1.668 Pixeln. Damit erreicht das Panel eine Pixeldichte von 264 ppi was mehr als ausreichend ist. Ich brauche kein 4k Panel auf einem Tablet, dafür ist das Panel einfach zu klein.

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Mit einem P3 Farbraum und der TrueTone Funktion wirken die Farben lebendig, leuchten, realitätsnah und nicht übersättigt. Dazu kommt die wirklich überragende ProMotion Technologie, die dafür sorgt, dass die Bildwiederholrate bei Bedarf auf 120 Frames pro Sekunde angehoben wird. Ich kann euch versichern: Ihr seid noch nie so butterweich durch Websiten gescrollt. Alle sich bewegenden Inhalte wirken extrem weich, es gibt kein Stottern oder Zuckeln. Dadurch, dass es sich hier um ein klares und kein mattes Display handelt, wird man unter sehr starkem Sonnenlicht wie auch bei anderen Displays so seine Probleme mit der Spiegelung haben. Durch die ausreichend hohe Helligkeit konnte ich in meinem Test aber keine Schwierigkeiten ausmachen.

Performance

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Das Herz des Tablets bildet Apples A10X Fusion Prozessor, der genau das macht was er soll. Arbeiten, arbeiten, arbeiten… Insgesamt sechs Kerne stehen für Rechenoperationen zur Verfügung wobei es sich um drei leistungsstarke und drei energieeffiziente Kerne handelt. Das Gerät ist mit dieser CPU ein Arbeitsbiest. iOS ist noch nie so flüssig über einen Bildschirm gehuscht und selbst rechenintensive Operationen wie 4K-Videoschnitt oder grafikintensive Spiele machen dem iPad Pro nichts aus. Man hat immer das Gefühl, dass noch Luft nach oben ist. Mit 4GB Arbeitsspeicher steht außerdem noch genügend RAM zur Verfügung um selbst Apps die ihr zuletzt vor ein paar Wochen benutzt habt, noch an der gleichen Stelle zu öffnen. Multitasking ist hier gar kein Problem. Falls euch die Benchmarkwerte interessieren: Das Tablet erreicht im Geekbench Benchmark 3888 Punkte im Single-Core und 9285 Punkte im Multi-Core Bereich. Im 3D Mark Sling Shot sprangen 4171 Punkte und im Antutu 215032 Punkte raus.

Der Alltag mit dem iPad Pro 10.5

Während meines Test kam das Tablet für allerlei Dinge zum Einsatz. Cyberport hat mir zusammen mit dem Tablet auch den Apple Pencil zur Verfügung gestellt, der das Notieren von Dingen, Malen, Zeichen und die genauere Bearbeitung von Bildern erlaubt.

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Das Gerät wurde bei mir natürlich hauptsächlich zum Surfen, Schreiben von Blogartikeln, Spielen, Bearbeitung von Bildern und Videos und zum Konsumieren von Medien (Video, Musik) verwendet. Ab und an nehm ich das Ding auch her, um etwas zu Zeichnen. Mit dem neuen Display hat sich gleichzeitig auch die Latenz des Stifts verbessert. Es gibt kein spürbares Lag mehr zwischen dem Aufzeichen und Ziehen des Stifts und der Umsetzung der Aktion auf dem Display. Auch sonst hat das iPad in jeder Lebenslage standgehalten. Vor allem der Konsum von Multimedia ist mit dem Teil eine Freude. Die vier Lautsprecher klingen fantastisch und erzeugen einen surroundartigen, voluminösen Ton, der dynamisch angepasst wird, je nachdem ob das iPad hochkant oder im Querformat gehalten wird. Auf maximaler Lautstärke kommt hier ordentlich Bumms raus und wir reden hier immerhin von einem Tablet, welches 6 Millimeter dünn ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man noch mehr tun kann.
Ich habe mich während meines Besuchs auf der IFA mit Absicht gegen das MacBook Pro entschieden. Nicht nur, weil sich mein Inneres wehrte ein derart teures Gerät auf eine Messe voller Trubel mitzunehmen. Ich wollte ausprobieren, ob das iPad auch als standalone Arbeitstier taugt. Also rein damit in den Rucksack und los. Selbst ohne richtige Tastatur kann man mit dem Ding ohne Probleme auch auf der Displaytastatur längere Artikel und Dokumente schreiben. Die neuen Multitasking-Features mit iOS 11 werden dem Gerät noch einmal einen ordentlichen Schub geben und man kann sich wirklich gerade für kürze Trips mit weniger komplexen Tasks überlegen, ob man den Laptop noch einstecken muss. Ich habe ihn jedenfalls nicht vermisst.

Akku

Jetzt haben wir uns schon damit beschäftig, dass die Performance erstklassig ist und man mit dem Ding nahezu alles machen kann. Doch wie lange hält denn der Akku durch? Apple ist schließlich bekannt dafür, dass iPads länger durchhalten. Das trifft auch auf das iPad Pro 10.5 zu, auch wenn ich an dieser Stellen erwähnen sollte, dass ich mit Betasoftware (iOS 11) unterwegs war und die in der Regel akkuhungriger ist. Der 30,4 Wattstunden starke Akku hat in meinem Test locker für 8 Stunden Arbeit (Screen-On-Time) ausgereicht. Währenddessen zogen Browser, Spotify, das ein oder andere Video, diverse Apps, Spiele und die WordPress App an selbigen. Das nenne ich ordentlich. Das die Standby Zeiten bei iPads überragend sind, muss ich hier nicht noch einmal separat erwähnen. Einen kleinen Faktor kann Apple allerdings verbessern: Damit das Tablet wieder bei 100% ist, muss das Gerät über drei Stunden ans Netz. Ich würde mir wünschen, dass hier in Zukunft eine Schnellladefunktion implementiert wird. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

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Fazit – Das iPad Pro 10.5 ist DAS Tablet

Wer es bis hierhin geschafft hat, hat schon gemerkt, dass ich das Gerät nahezu durchweg lobe. Apple haut mit dem Ding richtig einen heraus und bringt wieder Leben in den Tablet-Markt. Ich hoffe, dass Konkurrenten hier nachziehen und auch auf Android-Ebene mal was wagen, aber da sieht es im Moment nicht so aus, als ob es dort etwas gleichwertiges geben wird. Ich lehne mich soweit heraus und behaupte, dass es kein besseres Tablet am Markt gibt.

Die Verarbeitung ist erstklassig und auch die inneren Werte stimmen. Das sehr gute Display, gepaart mit den tollen Lautsprechern und der Top-Hardware runden das Paket ab. Jetzt muss nur noch iOS 11 und die nächsten Releases weiter an der Funktionalität schrauben, um Laptops vielleicht doch irgendwann zu ersetzen. Mit dem diesjährigen Release macht der Hersteller aus Cupertino aber schon einen großen Schritt nach vor. Mit Zubehör wie dem Smart Keyboard oder der Slim Combo von logitech wird das Arbeiten noch leichter. Das Gerät hat natürlich auch seinen Preis. 729 Euro möchte man für die 64GB Konfiguration haben. Alle weiteren Speichergrößen sind natürlich umso teurer. Der Stift kostet natürich auch extra. Wenn ihr mit dem Tablet nur surft oder mal ein Spiel spielt, würde ich euch dann eher den Griff zum iPad oder iPad Mini raten. Bei Cyberport sind die iPads im Moment auch günstiger zu haben, als beim Hersteller selbst!

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Vielen Dank an Cyberport für die Bereitstellung des Testexemplars!

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Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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https://www.stereopoly.de

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.

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