Test: Jawbone UP – das Fitnessarmband für jedermann [Video]

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Vorgestern habe ich euch die Netatmo Urban Weather Station vorgestellt, mit der ihr eure Umwelt besser kennenlernen und analysieren könnt. Heute habe ich ein weiteres Gadget für euch: das Jawbone UP. Dieses dient ebenfalls dazu, etwas besser kennenzulernen und zu analysieren – euch selbst! Beim Jawbone UP handelt es sich um ein Fitnessarmband, das eure täglichen Aktivitäten genau unter die Lupe nimmt. Jawbone selbst beschreibt das so:

UP™ ist ein System mit einem ganzheitlichen Ansatz zu einer gesunden Lebensweise. Das Armband verfolgt im Hintergrund präzise deine Bewegungs- und Schlafaktivitäten. Mit der App können deine Daten angezeigt sowie Mahlzeiten und Stimmungen hinzugefügt werden, und bietet Einblicke, die dich bei deiner Weiterentwicklung unterstützen.

Wie funktioniert das Jawbone UP?

Als ich das erste Mal vom Jawbone UP gehört habe, ging mir vor allem eine Frage durch den Kopf: wie kann dieses kleine Armband all das leisten? Die Ausstattung ist ebenso wie das Design minimalistisch gehalten. Es gibt kein Display, lediglich eine kleine Statusanzeige, die euch darüber informiert, ob sich das Band gerade im Schlaf- oder Wachmodus befindet. Eine einzige Taste ermöglicht die Bedienung des UP, also die Aktivierung von Schlaf- und Wachmodus, sowie der Powernap- und Stoppuhrfunktion.

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Wachmodus bedeutet, dass das UP eure Schritte zählt. Möglich wird das durch einen Dreiachsen-Beschleunigungsmesser (MotionX), der in Kombination mit firmeneigenen Bewegungssensoralgorithmen arbeitet. Dabei muss vor allem eine Hürde genommen werden: das Armband muss zwischen Armbewegungen und tatsächlichen Schritten unterscheiden können. In der Praxis gelingt das dem UP ganz gut, wobei natürlich nie auszuschließen ist, dass ab und an eine bestimmte Handbewegung als Schritt gewertet wird. Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn Sinn und Zweck des Jawbone UP ist es, euch zu zeigen, wie aktiv ihr den Tag über seid und dabei kommt es auf fünf Schritte mehr oder weniger nicht an.

Der Schlafmodus dient dazu, eure Schlafgewohnheiten zu analysieren. Sobald ihr ins Bett geht, aktiviert ihr diesen und deaktiviert ihn wieder beim Aufstehen. Nun wisst ihr schon mal, wie viel Zeit ihr im Bett verbringt. Weiterhin kann euch das UP sagen, wie viel mal ihr aufwacht, wie lange ihr zum Einschlafen braucht und wie viele Stunde ihr davon im Leicht-/Tiefschlaf verbringt. Hier hatte ich bei meinem Test schon mehr Probleme mit der Genauigkeit, da ich teilweise eine Stunde wach lag und das UP mich trotzdem schon nach zehn Minuten als schlafend erkannte. Das UP reagiert eben auf Bewegungen und ersetzt kein vollausgestattetes Schlaflabor.

Der Powernap- beziehungsweise Weckermodus nutzt die im Schlafmodus gewonnenen Daten um euch immer dann zu wecken, wenn ihr euch gerade nicht im Tiefschlaf befindet. Dazu kann ein Zeitfenster definiert werden und eine Uhrzeit, zu er ihr spätestens geweckt werden wollt. Wie lange das Nickerchen am Nachmittag dauern soll, könnt ihr ebenfalls festlegen.

Nun noch kurz ein Blick auf den Stoppuhrmodus. Das UP zählt ja bekanntlich den ganzen Tag über eure Schritte. Falls ihr aber einer besonderen Aktivität nachgeht – zum Beispiel Joggen – und wissen wollt, welche Distanz ihr dabei zurückgelegt habt, könnt ihr diesen Zeitabschnitt mit der Stoppuhr „abstecken“ und euch alle Informationen gesondert in der UP-App ausgeben lassen.Jawbone-UP-Funktionen-e1366809891394 Test: Jawbone UP - das Fitnessarmband für jedermann [Video] Apple iOS Google Android Reviews Technology Testberichte

Die Jawbone UP-App

In der Jawbone UP-App (kostenlos für Android und iOS erhältlich) laufen alle Daten, die das Armband den Tag über gesammelt hat, zusammen. Was für den ein oder anderen etwas ungewöhnlich sein mag: das UP wird über einen 3,5-mm-Stecker synchronisiert, also über den Kopfhörereingang. Meiner Ansicht nach die optimale Lösung um die Universalität des UP zu gewährleisten. Immer wenn ihr das UP mit eurem Smartphone synchronisiert, bekommt ihr weiterhin Informationen über die verbleibende Akkulaufzeit.

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Die UP-App bietet zahlreiche Funktionen, stellt alle Werte grafisch dar und erlaubt so eine präzise Auswertung. Zusätzlich erfahrt ihr, wie viele Kalorien ihr verbraucht und ob ihr eure Schlaf- und Wachziele erreicht habt. Wer möchte kann auch mitverfolgen, was er den ganzen Tag über an Essen und Trinken zu sich nimmt. Diese Infos muss man jedoch manuell eingeben, wobei die entsprechende Benutzeroberfläche wirklich sehr ansprechend und intuitiv gestaltet ist. Mehr möchte ich zur App selbst an dieser Stelle nicht sagen, da ich euch diese ausführlich im Video am Ende des Artikels vorstelle.

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Fazit

Das Jawbone UP ist mit 129 € kein Schnäppchen – hält dafür aber, was es verspricht. Zehn Tage Akkulaufzeit? Kommt hin. Ohne den Wecker zu nutzen (der Vibrationsalarm nimmt den Akku natürlich ordentlich in Anspruch) bin ich problemlos auf neun bis zehn Tage gekommen. Schrittzähler? Stimmte bei mir im Test mit der Distanz überein, die auch Runtastic angab. Bei größeren Abweichungen kann das UP zu jeder Zeit kalibriert werden. Schlafphasen? Probleme gab es bei der Einschlafzeit, da das UP auf Bewegungen reagiert und damit den Zeitpunkt an dem man tatsächlich einschläft nicht punktgenau bestimmen kann. Was die Leicht-/Tiefschlafphasen angeht, kann ich keine Aussagen treffen – ich habe ja geschlafen 😉

Wer mehr über seine Lebensweise erfahren möchte, sollte sich das Jawbone UP auf jeden Fall anschauen. Den Willen, dann auch tatsächlich etwas an eurem Lebensstil zu ändern, müsst ihr natürlich selbst aufbringen.

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Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich tu mir echt schwer mich zu entscheiden ob und was ich für ein Fitnessband haben möchte.
    Deshalb die Anregung, ob ihr nicht mal Jawbone Up, das Fitbit Band und ggf noch amiigo (sofern die beiden letzt genannten tatsächlich bald auf den Markt kommen) mal vergleichen könnten.
    Also Band und die dazugehörige App.

  2. Pingback: Jawbone UP-Plattform öffnet sich für Apps von Drittanbietern

  3. Hallo Alle, ich habe und trage das jawbone Up seit ca. 2 Wochen und bin super happy. Wie alle ‚Methoden‘ dieser Art fördert das Band+App meiner Meinung nach die Achtsamkeit (auf den Körper) hinzu kommt (bei einem gewissen Ehrgeiz), dass man ’sich selber schlagen will‘ (mehr Schrite machen = mehr Bewegung = gesund :-)). Was ich noch gerne im UP Band hätte wäre Pulsmessung und Messung der Körpertemperatur, dann ‚wüsste‘ das Band nochehr über meinen Biorhythmus… Was auch schwierig ist, ist die Lebensmittel Datenbank, da merkt man doch deutlich den amerikanischen Ursprung (da sind haufenweise Gerichte und Foodketten drin, die es in Europa nicht gibt, ‚Standard‘ deutsches Essen wiederum muss man zum Teil mühsam manuell eingeben). Ach ja, echter ‚Bug‘ es ist nicht möglich an einem Tag ein ‚Gericht‘ zweimal einzugeben => 2 Cheeseburger… Eingabe unmöglich :-). Davon abgesehen ist das Band aber echt cool. Ich bin happy 🙂

  4. Hallo!
    Habe das „Up by Jawbone“ als Geschenk bekommen.
    Als Smartphone habe ich das HTC Desire C mit Betriebssystem Android 4.0.

    Da für die Verwendung des Armbandes Android 4.0 vorausgesetzt ist, habe ich mir gedacht, dass das Armband auch mit meinem Smartphone läuft. Dem ist leider nicht so; ich kann das „Up-App“ nicht in meinem Store finden

    Kann mir hier jemand weiterhelfen?

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