Test: LaCie Rugged Thunderbolt und USB-C-Festplatte mit SSD

Seit einigen Woche ist die LaCie Rugged Thunderbolt und USB-C SSD mein ständiger Begleiter im mobilen Arbeitsalltag – und macht diesen um einiges leichter. Ein Erfahrungsbericht.

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Ich bin beruflich viel unterwegs. Meist auf größeren Messen oder kleineren Firmen-Events. Die Videos und Fotos, die ich im Rahmen dieser Veranstaltungen für meine Kunden erstelle, müssen im Regelfall an Ort und Stelle bearbeitet und in die Cloud hochgeladen werden.

Für dieses Szenario habe ich mir 2012 ein MacBook Pro Retina (15 Zoll) gekauft. Videos schneide ich mit Final Cut Pro, für Bilder nutze ich Adobe Lightroom. Obwohl das MacBook nun über fünf Jahre alt ist, laufen immer noch alle Programme so flüssig wie am ersten Tag. Nur ein Punkt bereitete mir von Jahr zu Jahr mehr Bauchschmerzen: der verfügbare interne Speicherplatz. 2012 waren SSDs noch teuer und ich entschied mich für Variante mit 256 GB. Da die Datenmengen zu diesem Zeitpunkt insgesamt kleiner waren, ich nicht im RAW-Format fotografierte und Videos nur in 1080p aufnahm, war das alles kein Problem.

Aber dann kam die Panasonic GH5. Zu meinem Erstaunen meisterte mein Macbook zwar sowohl die RAW- als auch die 4K60P-Dateien problemlos, allerdings geriet die interne Festplatte bereits bei einem Projekt an ihre Grenzen. Das ging dann soweit, dass ich ein Video zwar schneiden, aber wegen des fehlenden Speicherplatzes nicht exportieren konnte. Gerade auf eines Messe ist das ein absolutes No-Go.

Ein neues MacBook kaufen? Klar, könnte man machen, aber warum 4.000 Euro für ein neues MacBook ausgeben, wenn das alte seinen Zweck noch erfüllt und eigentlich nur der Speicherplatz das Problem ist? An dieser Stelle kam die LaCie Rugged Thunderbolt und USB-C SSD ins Spiel.

Dreamteam ❤️ #LaCie #MacBook #PanasonicGH5

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LaCie Rugged Thunderbolt: Der perfekte mobile Begleiter

Grundsätzlich ist eine externe Festplatte natürlich immer die Lösung für einen zu kleinen internen Speicher. In meinem Fall musste die Festplatte allerdings bestimmte Anforderungen erfüllen. Sie sollte…

  • kompakt sein und keine zusätzliche Stromanbindung benötigen.
  • robust sein. Ich bin zwar weder in der Wüste noch im Dschungel unterwegs, aber auch auf Messen geht es zur Sache. Da landet eine Festplatte schnell mal auf dem Boden oder bekommt eine Ladung Kaffee ab, weil jemand am überfüllten Tisch eine hektische Bewegung gemacht hat.
  • schnell einsatzbereit sein und ein integriertes Kabel haben.
  • ausreichend Speicherplatz und vor allem hohe Übertragungsraten bieten.

Meine anschließende Recherche führte mich auf direktem Wege zu den Rugged-Festplatten von LaCie. Diese wurden eigens für anspruchsvolle Situationen und professionelle Anwender entwickelt: Die Rugged-Modelle sind wasser- und staubabweisend (je nach Ausführung bis zu IP54), stoßfest (Druckfestigkeit bis zu einem Überfahrgewicht von 1.000 Kilogramm) und fallbruchsicher bei Stürzen aus bis zu vier Metern Höhe.

Die Rugged-Festplatten gibt es wahlweise mit Thunderbolt-Anschluss, mit USB-C-Anschluss, mit HDD oder mit SSD. Es stehen Speichergrößen von 500 GB bis hin zu 5 TB zur Verfügung – bei Bedarf sogar als RAID-Variante.

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Die Einstiegsmodelle, wie beispielsweise die Rugged Triple mit USB 3.0 und HDD, kamen für mich nicht infrage, da diese in erster Linie dafür gedacht sind, größere Medienbibliotheken sicher zu verwahren beziehungsweise nach dem Bearbeiten auszulagern. Ich dagegen brauchte eine Lösung, die es mir erlaubt, teils weit über 100 GB große Final Cut-Projekte mit 4K60P-Dateien direkt auf der Festplatte zu bearbeiten – und das in möglichst kurzer Zeit. Aus diesem Grund fiel meine Wahl auf die LaCie Rugged Thunderbolt USB-C mit SSD, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 510 MB/s ermöglicht.

Die LaCie Rugged Thunderbolt mit SSD in der Praxis

Die LaCie Rugged Thunderbolt USB-C mit SSD begleitet mich nun schon seit einigen Wochen: im Dezember 2017 zunächst auf kleineren Events, im Januar 2018 gab es dann den ersten Härtetest auf der CES 2018. In dieser Zeit hat die Rugged schon das ein oder andere Mal Bekanntschaft mit dem Boden gemacht und wurde bei laufender Videoverbeitung im Wasser einer umgefallenen Flasche getränkt. Geschadet hat das weder der Festplatte noch den darauf gespeicherten Daten.

Der für mich entscheidende Punkt ist jedoch ein anderer: Die Rugged Thunderbolt SSD ist in wenigen Sekunden einsatzbereit (ich muss das integrierte Thunderbolt-Kabel nur mit dem MacBook verbinden) und blitzschnell. Die Final Cut-Mediatheken lege ich inzwischen direkt auf der LaCie Rugged an – und der Import der Medien sowie deren Bearbeitung geht fast genauso schnell vonstatten, wie auf der internen SSD. Nur dass mir jetzt eben 1 TB an SSD-Speicher zur Verfügung steht, was gerade auf längeren Reisen wie zur CES ein echter Luxus ist.

Working on the go with @lacie_tech ❤️

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Ein weiteres nettes Detail ist der ebenfalls integrierte USB-C-Anschluss, der mir die Möglichkeit gibt, Daten auch an Kollegen weiterzugeben, die mit Geräten ohne Thunderbolt-Anschluss arbeiten. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass beim Kauf der LaCie Rugged Thunderbolt USB-C SSD während der ersten drei Jahre einmalig die Nutzung des Seagate Rescue-Plans kostenlos ist. Dabei werden im Labor von Seagate im Falle eines Defekts oder Schadens die verlorenen Daten wiederhergestellt.

Soweit meine ersten Eindrücke. In ein paar Monaten melde ich mich mit meinen Langzeiterfahrungen zurück!

Frank Feil

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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