Test: Apple Magic Keyboard, Magic Trackpad 2 und Magic Mouse 2

357 Euro für eine Tastatur, eine Maus und ein Trackpad. Das ist jede Menge Geld für Peripheriegeräte. Dennoch habe ich vor einigen Wochen das Upgrade auf Apples Magic Keyboard, Magic Trackpad 2 und Magic Mouse 2 gewagt. Aber hat sich das gelohnt?

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Apple Magic Keyboard – flacher und präziser

Ihr besitzt bereits ein Apple Keyboard, ein Magic Trackpad sowie eine Magic Mouse der ersten Generation? Die neuen Modelle reizen euch, aber ihr habt nicht genug Geld, um alles auf den neuesten Stand zu bringen? Dann ist Apples neues Magic Keyboard sicherlich das Gerät, bei dem sich der Umstieg am wenigsten lohnt.

Versteht mich nicht falsch: das Magic Keyboard ist hervorragend verarbeitet und deutlich flacher als sein Vorgänger, was sich auf die Haptik auswirkt. Aufgrund der neugestalteten Tasten geht zudem das Schreiben gefühlt (etwas) schneller von der Hand und auch die integrierten wiederaufladbaren Batterien finde ich grandios, denn das regelmäßige Wechseln selbiger hat mich beim alten Modell ziemlich genervt.

Aus meiner Sicht sind das aber alles nur kleine Verbesserungen, die einem zwar das Arbeiten teilweise erleichtern, aber nicht zwingend den Preis von 119 Euro rechtfertigen.

Der hohe Preis – und das gilt auch für Magic Mouse 2 und Magic Trackpad 2 – kommt übrigens auch dadurch zustande, dass Apple jedem Gerät ein Lightning-Kabel beilegt, das für sich genommen ja schon 25 Euro im Apple Store kostet.

Ich habe hier jetzt drei davon rumliegen ¯\_(ツ)_/¯.

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Apple Magic Trackpad 2 – endlich Force Touch!

Das Magic Trackpad 2 kostet 149 Euro, was bei vielen für Empörung gesorgt hat. Für mich persönlich ist diese (gespielte) Aufregung überhaupt nicht nachvollziehbar, da das Magic Trackpad 2 das einzige Gerät des Trios ist, das wirklich von Grund auf überarbeitet wurde und neue Funktionen hat.

Das neue Magic Trackpad ist wiederaufladbar und kommt ohne Batterien aus. Dadurch ist es flacher, was wiederum den haptischen Workflow verbessert. Die Oberfläche ist deutlich größer als beim Vorgänger (laut Apple knapp 30 Prozent). Das macht sich im Alltag positiv bemerkbar, da man ganz einfach eine größere Fläche zum Arbeiten hat.

Aus meiner Sicht das wohl wichtigste Argument für das Magic Trackpad 2 ist aber die Unterstützung von Force Touch. Zugegeben, man muss sich erst an die Funktion gewöhnen und sie zu nutzen lernen, aber wenn man Force Touch dann in die Arbeitsabläufe integriert hat, ist es super praktisch. Was euch Force Touch genau ermöglicht, könnt ihr ausführlich hier nachlesen.

Wenn ich nur eines der drei neuen Produkte kaufen könnte, würde ich mich definitiv immer für das Magic Trackpad 2 entscheiden.

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Apple Magic Mouse 2 – flink und wiederaufladbar

Rund um die Magic Mouse 2 entstand bereits kurz nach deren Präsentation eine der dämlichsten Diskussionen, die ich je mitverfolgen durfte. Die Magic Mouse 2 ist ebenso wie das Magic Keyboard und das Magic Trackpad 2 wiederaufladbar. Das ist super, endlich keine Batterien mehr wechseln! Der Lightning-Port, über den die Magic Mouse 2 aufgeladen wird, befindet sich an der Unterseite der Maus – und jeder Mensch, der auch nur halbwegs ein Auge für Design hat, denkt sich: WO DENN AUCH SONST?

Menschen, die gerne über Apple herzuziehen, nahmen das aber zum Anlass, sich über die neue Magic Mouse 2 lustig zu machen. Das an den Haaren herbeigezogene Argument: man kann die Maus ja während des Ladevorgangs nicht nutzen. Nun sollte man wissen, dass sich die Magic Mouse 2 bereits ein bis zwei Tage bevor sich die Batterie dem Ende zuneigt, meldet. Innerhalb von 2 Minuten lädt sich die Magic Mouse 2 dann wieder soweit auf, dass man sie für 9 Stunden benutzen kann.

Es mag schon sein, dass sich der ein oder andere Apple-Kritiker 24/7 den Bauch mit seiner Maus streichelt und diese deshalb selbst nachts nicht aufladen kann, aber für alle anderen dürfte die Position an der Unterseite der Magic Mouse 2 die einzig intelligente Lösung sein, wenn man das Design nicht zerstören will.

Und sonst so? Die Magic Mouse 2 gleitet deutlich schneller und widerstandsfreier über den Schreibtisch. Das ist neben der integrierten Batterie aber auch schon die einzige nennenswerte Verbesserung. Ähnlich wie beim Magic Keyboard gilt deshalb auch hier: Kann man haben, muss man aber nicht.

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Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hast du auch das Problem, dass das Trackpad erst nicht reagiert, wenn man es ne zeitlang nicht benutzt hat? Also so als ob es erst aus einem Schlafmodus aufgeweckt würde. Dauert dann so ca. 1 Sekunde, dann geht es wieder wie gewünscht.

    War beim alten Magic Trackpad nicht.

    Oder liegt es an meinem System und ich muss doch mal neuinstallieren?

    • Bei mir funktioniert es immer sofort. Kann das Problem leider nicht bestätigen. Vielleicht schon mal versucht, es neu einzurichten am Mac?

      • OK, gut zu wissen. Hatte immer „BetterTouchTool“ in Betrieb, aber ist auch nach dessen Deinstallation noch immer so.

        Hätte mich ehrlich auch gewundert, wenn das jetzt ein Problem wäre, wo es beim alten Trackpad so super ging.

        Kenne das nur von Windows, wo ganz viele Bluetooth-Mäuse dieses Verhalten zeigen.

        PS: Neu einrichten hat’s nicht gebracht. Hatte ich schon probiert. Dann wird’s wohl mal ne Neuinstallation werden, kann ja nie schaden. Wer weiß, was da sonst noch für Schrott rumhängt.

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