Testbericht: Gigaset Elements Safety Starter Kit-Alarmsystem

Das Gigaset Elements Safety Starter Kit samt Windows-Fenstersensor ist ein Alarmsystem für den schmalen Geldbeutel. Wir haben die smarte Sicherheits-Lösung in den vergangenen Wochen ausführlich für euch getestet.

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Professionelle Alarmanlagen für die eigenen vier Wände sind mit unter sehr kostspielig und kommen deshalb für den Otto Normalverbraucher im Regelfall nicht in Frage. Kostengünstige Alternativen waren bislang allerdings rar gesät. Das Gigaset Elements-System will das nun ändern.

Anwenderfreundlich dank modularem Aufbau

Das intelligente Alarmsystem von Gigaset ist modular aufgebaut. Die Grundausstattung beinhaltet die Basisstation sowie einen Tür- und Bewegungssensor und ist als Elements Safety Starter Kit für knapp 150 Euro bei Amazon zu haben. Ergänzend sind eine Kamera (Elements Camera, ca. 130 Euro), ein Fenstersensor (Elements Window, ca. 37 Euro) und eine Sirene (Elements Siren, ca. 42 Euro) erhältlich.

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Gigaset lässt dem Anwender somit die Wahl, wie viele Fenster er tatsächlich überwachen möchte (beispielsweise nur die im Keller oder Erdgeschoss) und ob er überhaupt eine Kamera braucht. Soll die Sirene einen etwaigen Einbrecher verscheuchen oder ruft ihr lieber gleich selbst die Polizei? All das entscheidet letztendlich der Nutzer, der das Alarmsystem auch jederzeit erweitern kann.

Wir haben bei uns zuhause beispielsweise acht Fenster, die man gegen einen potentiellen Einbruch absichern müsste, das macht also knapp 500 Euro für die notwendigen Fenstersensoren und das Startet Kit. Aber was bekommt man letztendlich eigentlich für sein Geld?

Kinderleichte Einrichtung binnen weniger Minuten

Prinzipiell hat das Gigaset Elements-Starter Kit drei “elementare” Bestandteile: die Basisstation, die Sensoren und die App. Die Basisstation schließt man ans Stromnetz und den Router an, die Sensoren befestigt man mithilfe von doppelseitigem Klebeband an Tür-/Fensterrahmen. Jetzt noch den Bewegungssensor an der gewünschten Stelle platzieren, die Batterien in alle Sensoren einlegen und schon hat man sein Haus gesichert. Naja, fast zumindest.

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Im nächsten Schritt kommt die derzeit für iOS und Android erhältliche App ins Spiel: diese öffnet man, legt sich einen Account an und fügt dann die einzelnen Sensoren hinzu. Von nun an informiert euch die Gigaset Elements-App über den aktuellen Status der einzelnen Komponenten eures Alarmsystems, hilft bei eventuellen Störungen weiter und hält euch über Software-Aktualisierungen auf dem Laufenden.

Gigaset Elements in der Praxis

Die Gigaset Elements-Basisstation ist per W-LAN permanent mit den Sensoren verbunden und übermittelt alle wichtigen Daten an die Cloud, von wo aus sie auf euer Smartphone gelangen. So erfahrt ihr per Push-Benachrichtigung, dass gerade jemand die Tür oder das Fenster geöffnet hat. Registriert der Bewegungsmelder Bewegungen, wird dies ebenfalls im Protokoll vermerkt. Außerdem verspricht Gigaset, dass beispielsweise der Türsensor in der Lage sei, zu unterscheiden, ob eine Tür normal oder gewaltsam geöffnet wird. Ist letzteres der Fall, schlägt die App – oder alternativ die Sirene – Alarm.

Das alles funktioniert zwar einwandfrei, aber wenn ihr mich fragt, macht das ganze System erst in Verbindung mit den optional erhältlichen Kameras Sinn – die alles aber auch gleich viel teurer machen. In der Praxis ist es nämlich so, dass es in einem Haus mit mehreren Bewohnern schlichtweg nicht ausreicht, zu erfahren, dass irgendwo ein Fenster oder eine Tür geöffnet wurde. Außerdem würde ich beispielsweise nie die Polizei rufen, nur weil mir die App mitteilt, dass die Tür gewaltsam geöffnet wurde, denn ebenso gut könnte jemand einfach nur die Tür zugeschlagen haben.

Hat man hingegen ein oder zwei Kameras installiert, reicht ein kurzer Blick aus, um die Lage einzuschätzen. Beispiel: die App teilt mir auf der Arbeit mit, dass gerade jemand nachhause gekommen ist, obwohl ich weiß, dass um diese Uhrzeit sonst eigentlich nie jemand nachhause kommt. Ob es sich dabei nun um einen Einbrecher oder doch nur ein Familienmitglied handelt, kann ich nur mit Sicherheit sagen, wenn ich das passende Bild dazu sehe.

Fazit

Gigaset Elements ist eine unkomplizierte Smart Home-Sicherheitslösung, die sich schnell und einfach installieren lässt. Die Sensoren tun genau das, was sie sollen, machen letztendlich aber nur in Kombination mit einer oder mehrerer Kameras Sinn. Dadurch wiederum erhöht sich der Preis für die smarte Alarmanlage jedoch deutlich, gerade dann, wenn man ohnehin in einem größeren Haus wohnt und es mit zwei Fenstersensoren eben nicht getan ist.

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Und dann wäre da natürlich auch noch die Abhängigkeit von der Cloud, die das Herzstück des Systems bildet. Fällt nämlich daheim das Internet aus oder kommt es zu Störungen bei den Servern von Gigaset, ist immer auch gleich das gesamte Alarmsystem lahmgelegt. Das sind freilich Ausnahmesituationen, die aber dennoch zu berücksichtigen sind, wenn man sich voll auf das System verlässt.

Meiner Meinung nach ist das Gigaset Elements letztendlich – wie so viele günstige Smart Home-Lösungen – nur ein nettes Gimmick. Nicht mehr und nicht weniger. Es tut was es soll und hilft dabei, die eigenen vier Wände von unterwegs aus im Auge zu behalten – oder wie es Gigaset selbst ausdrückt: “Ein Klick. Ein Blick. Für ein gutes Gefühl”. Eine vollwertige Alarmanlage, die schnell mal 10.000 Euro und mehr kostet, kann die Cloud-basierte Sicherheitslösung indes nicht ersetzen. Das will sie aber auch gar nicht.

Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

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