Viereinhalb Jahre mit der TomTom Navigations-App für das iPhone

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Es gibt keine nicht-native iPhone-App, die ich länger nutze, als die TomTom Navigations-App für das iPhone. Die App ist am 17. August 2009 erschienen und genau an diesem Tag habe ich sie auch heruntergeladen und installiert. Damals hieß iOS noch iPhone OS und 3.0 war die aktuelle Version. Mit 99,99 Euro schlug TomTom Westeuropa vor mehr als vier Jahren noch zu Buche – momentan sind es 54,99 Euro.

Ich möchte die Gelegenheit heute mal nutzen, um TomTom ein Lob auszusprechen. Nur wenige Apps werden über mehrere Jahre hinweg so konsequent weiterentwickelt – und das ohne, dass die Nutzer für neue Versionen erneut zur Kasse gebeten werden. Freilich hält die Frequenz der Updates nicht immer mit iOS Schritt, aber am Ende kommen die von den Nutzern gewünschten Anpassungen dann doch. In diesem Zusammenhang erwähnenswert: Die Unterstützung des 4-Zoll-Displays des iPhone 5, die am 28.11.2012 mit der Version 1.12 eingeführt wurde, und das an iOS 7 angepasst Design, das am 19.12.2013 mit der Version 1.16 kam.

Ich nutze TomTom auf meinem iPhone täglich. In den vergangenen viereinhalb Jahren hat mich die App stets zuverlässig an meinen Zielort gebracht. Baustellen, neue Straßen und vorübergehende Fahrspuranpassungen? Werden im Regelfall binnen kürzester Zeit als Karten-Update in die App eingepflegt.

Zu den wichtigsten Funktionen von TomTom für das iPhone gehören aus meiner Sicht:

  • Sprachgeführte Turn-by-turn-Navigation. Dank deutlicher Sprachanweisungen und 2D- oder 3D-Ansicht der Route heißt es „Find your way the easy way“. Einschließlich automatischer Routenneuberechnung, wenn Sie Ihre Ausfahrt verpasst haben.
  • Fahrspurassistent. Optimaler Überblick an unübersichtlichen Kreuzungspunkten.
  • TomTom Offline-Karten. Karten werden auf Ihrem iPhone oder iPad gespeichert. Es ist also keine mobile Datenverbindung oder ein umfangreicher mobiler Datenzugang erforderlich.
  • Free Lifetime Maps. Laden Sie während der gesamten Lebensdauer Ihrer App pro Jahr 4 oder mehr vollständige Updates herunter.
  • Täglich kostenlose Kartenaktualisierungen. Profitieren Sie von täglich veröffentlichten Kartenkorrekturen von den 20 Millionen Mitgliedern der Map Share-Community.
  • IQ Routes. Die schnellsten Routen und die genauesten und verlässlichsten Ankunftszeiten zu jeder Tageszeit.
  • Nahtlose Integration. Einfache Integration mit Kontakten, Fotos, Musik, E-Mail-Anwendungen, Browser, Kalender, iCloud und Karten auf Ihrem iPhone/iPad.

Warum nicht stattdessen ein ins Fahrzeug integriertes Navi? Weil diese oft mehrere tausend Euro kosten und einige Hersteller dann auch noch jährlich für die Karten-Updates knapp 100 Euro aufrufen. Warum kein Navigationssystem von TomTom, Navigon, Garmin und Co. an die Windschutzscheibe hängen? Aus meiner Sicht unnötig, wenn man alles mit einem Gerät erledigen kann und zudem auch noch teurer. Darüber hinaus lenken große Displays während der Fahrt ab. Der vier Zoll große Bildschirm des iPhones ist vollkommen ausreichend. Das ist natürlich nur meine Meinung. Es soll auch Leute geben, die TomTom auf einem iPad Air installieren und sich das ins Auto hängen 😉

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Obwohl man prinzipiell auch ohne In-App-Käufe auskommt, kann ich jedem nur die Verkehrsinfo „TomTom Traffic“ empfehlen. Der Spaß kostet für einen Monat 3,59 Euro und für ein Jahr 23,99 Euro. Gerade wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, profitiert von detaillierten Meldungen zur Dauer und Ursache von Verzögerungen, sowie Echtzeit-Prognosen zur Fahrt- und Ankunftszeit. Alle drei Minuten werden Aktualisierungen gesendet (aktive Datenverbindung vorausgesetzt) und bei Bedarf alternative Routen bereitgestellt.

Zuverlässig ist „TomTom Traffic“ allemal: Längere Staus werden umfahren. Bei kleineren Verkehrsbehinderungen berechnet TomTom ob man auf der eigentlichen Strecke vielleicht trotz Stau schneller ans Ziel kommt, als auf der Alternativ-Route.

tldr; TomTom für das iPhone könnt ihr jetzt samt „TomTom Traffic“ für 99 Cent 30 Tage lang selbst testen.

Veröffentlicht von

Jahrgang 1986. Blogger & Journalist. Politologe & Anglist. Technik & Kaffee.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Schön so einen interessanten Beitrag zu lesen. Was mich sehr interessieren würde: Wie geht es dem Handy-Akku dabei? Haben Sie das Handy im Auto prinzipiell am Ladekabel? Ich stelle mir vor, dass der Akku damit schnell merklich kürzer hält. Im Sommer wird das Handy hinter der Windschutzscheibe außerdem oft besonders heiß, was für die Lebensdauer des Akkus ja auch nicht von Vorteil ist. Haben Sie für dieses Problem eine Lösung gefunden? Mir gefällt alles in einem Gerät am Besten, bin aber wegen diesen Überlegungen doch skeptisch.

    • – Ja, immer am Ladekabel. Hat sich bislang nicht negativ auf die Laufzeit ausgewirkt
      – Ja, die Rückseite wird ab und an heiß. Auch hier habe ich noch keine dauerhaften Probleme festgestellt 🙂

  2. Die Tomtom-App kann man aktuell für einmalig 99 Cent 30 Tage lang testen. Nachdem ich viele Jahre die Navigon-App benutzt und immer wieder überlegt habe, ob Tomtom nicht besser sei, habe ich zugeschlagen. Ergebnis: Mir gefällt der Navigationsbildschirm sehr gut, weil er deutlich aufgeräumter aussieht und die wichtigen Informationen besser anzeigt. Die Stau-Informationen sind sehr präzise. Allerdings ist das Menü hässlich und die App lässt sich zumindest bei mir nicht immer sauber beenden. Obwohl ich eine Routenführung beendet habe, plappert das iPhone plötzlich in meiner Hosentasche.

    • Menü: Geschmackssache. Mir gefällt zum Beispiel das Menü von Navigon nicht, während ich TomTom da sehr schick finde – besonders seitdem alles an das iOS7-Design angepasst wurde.

      App beenden: Ich schließe die App immer per Doppelklick auf den Homebutton, dann plappert auch nix mehr in der Tasche 😉

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