Tweetdeck macht das leben einfacher

tweetdeck  Tweetdeck macht das leben einfacher Technologie Gerade für Intensivnutzer des Microbloggingdienst Twitter bietet die herkömmliche Webseite zu wenige Funktionen. Wer sinnvoll und effektiv verfolgen möchte, was andere Nutzer schreiben, der reizt schnell die Grenzen von Twitter aus. Besonders haarig wird es, wenn man mehrere Accounts verwalten möchte. Hier kommen Zusatzprogramme wie Tweetdeck ins Spiel.

Bei Tweetdeck handelt es sich um eine Adobe AIR Anwendung. Das bedeutet, dass vor der eigentlichen Installation erst einmal die Laufzeitumgebung von Adobe installiert werden muss. Durch dieses Konzept sind Adobe AIR Anwendungen nicht an das Betriebssystem gebunden. Auf jedem Betriebssystem für das AIR verfügbar ist, können entsprechende Anwendungen ausgeführt werden. Dieses Konzept wird seit Jahren schon von Java erfolgreich verfolgt.

Die Vorteile, die Tweetdeck bietet, sind sehr offensichtlich. Twitter-Nutzer können sich komfortabel Spalten für alle Twitter-Kontakte anlegen, Gruppen selbst definieren, direkte Nachrichte anzeigen lassen oder eine Spalte für alle Antworten einrichten. Alles spielt sich in Spalten ab und das Konzept geht erst richtig auf, wenn man richtig viele Kontakte verfolgt. Es können sogar eigene Info-Kanäle angelegt werden, in dem man eine Spalte mit einer Twitter-Suche verknüpft. So hat man alle Tweets zum Thema im Überblick.

Durch die Spaltenansicht kann man die Übersicht sehr gut auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Wenn man jedoch einige Spalten angelegt hat, dann reicht selbst ein sehr großer Bildschirm nicht mehr aus, um alles im Überblick zu behalten. Um die wichtigsten Spalten im Überblick zu behalten bietet es sich, die wichtigsten zu gruppieren. Zusätzlich kann man Tweetdeck mit dem „Single Column View”-Modus auf eine Spalte schrumpfen lassen und diese dann am Bildschirmrad positionieren. So hat man das Wichtigste stets im Blick.

Nett sind auch die anderen Möglichkeiten, die Tweetdeck anbietet. Nachrichten können komfortabel übersetzt oder gekürzt werden (bei langen Nachrichten). Links können einfach in Kurz-URLs umgewandelt werden. Auch Bilder können via TwitPic versendet werden.

Das Tweetdeck noch am Anfang steht merkt man trotz der praktischen Funktionen relativ schnell. So gibt es Probleme bei der Darstellung von Sonderzeichen (Umlaute). Auch ein Multi-Accoung-Manager ist noch nicht vorhanden. Wer mehrere Accounts verwalten muss sollte vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt auf das Tool umsteigen. Wünschenswert wäre es auch, wenn man Tweetdeck mit eigenen Programmteilen erweitern könnte (Ähnlich der Plugin-Funktion von Firefox.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass Tweetdeck auch mit Facebook kompatibel ist. Facebook Nutzer müssen nicht direkt bei Facebook eingeloggt sein, um den Status von einem anderen User zu sehen oder mit ihm Chatten zu können. Zusätzlich werden viele weitere Facebook-Funktionen unterstützt.

Ich finde Tweetdeck sehr praktisch und kann jedem Twitter- oder Facebook-Nutzer nur empfehlen, sich einmal mit dem Programm zu beschäftigen. Für die Zukunft kann man erwarten, dass neue Funktionen hinzukommen und Mängel behoben werden.

Zum Testen einfach Tweetdeck herunterladen.

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13 Jahre zuvor

Hallo,
vielen Dank für den Review. Ich nutze Tweetdeck bereits (seit neuestem) wusste aber noch nicht, was damit tatsächlich alles möglich ist.
Werde das gleich mal alles ausprobieren!

stanil
12 Jahre zuvor

Ich habe mir zuerst Tweetdeck auf dem iPhone installiert und danach unter Windows. Die auf dem iPhone angelegten Spalten werden aber nicht unter Windows angezeigt und umgekehrt. Sync funktioniert also bei mir derzeit nicht.

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