Ultrasone Performance 840 – Over-Ear Kopfhörer ausprobiert

Seit August 2015 schreibe ich nun hier für diesen Blog und die meisten Produkte, die ich hier testen durfte kamen aus dem Audiobereich. Raumfeld, Sonos, Bluetooth-Lautsprecher und eine Menge Kopfhörer waren dabei. Darunter unbekannte und weniger unbekannte Kandidaten. Der heutige Test dreht sich wieder um eines dieser Exemplare. Der Hersteller Ultrasone war mir ehrlich gesagt vorher nicht wirklich bekannt. Das deutsche Unternehmen entwickelt vorrangig professionelle Studiotechnik. Darunter auch der Ultrasone Performance 840 Over-Ear Kopfhörer um den es heute geht.

Lieferumfang

In dem schön gestalteten Karton findet sich eine gepolsterte Neopren-Tasche für den Transport des Performance 840 Over-Ear Kopfhörers, der natürlich schon da drin verpackt ist. Dazu gehört ein 1,2 Meter langes dünnes Kabel mit 3,5mm Klinke und einer Fernbedienung. Außerdem ist noch ein dickeres 3 Meter langes Kabel mit 3,5mm Klinke und einem Aufschraub-Adapter für 6,3 Millimeter Klinke mit dabei. Natürlich gibt es auch noch das entsprechende bedruckte Papier dazu.

Technik & Design

Kommen wir zum Kopfhörer selbst, der zum Großteil aus robustern Plastik gefertigt ist, welche einen guten und wertigen Eindruck vermittelt und sehr gut verarbeitet ist. Am Bügel selbst befindet sich genau wie an den Ohrmuscheln eine dicke und sehr angenehm weiche Polsterung. Der Ratschenmechanismus zum einstellen des Bügels ist aus Metall und funktioniert perfekt. Die einzelnen Stufen rasten gut ein und machen keine Andeutungen sich selbstständig verstellen zu wollen. Hier und da veredeln Metallelemente den Look und das Design und machen den Performance 840 interessant.

Links an der Unterseite der Ohrmuschel findet sich ein Klinkenanschluss mit Bajonettverschluss, der das Herausziehen des Kabels ohne Drehen verhindert. Beide Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad wegklappen, damit ihr das Gerät ohne Probleme in die Transporttasche packen könnt.

Kommen wir nun zu den technischen Details:

  • Prinzip: dynamisch, geschlossen
  • S-Logic® Plus Technologie
  • MU-Metall Abschirmung – ULE Technologie
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Driver/Durchmesser: PET, 40 mm
  • Magnet: NdFeB
  • Frequenzbereich: 10 – 25.000 Hz
  • Kennschalldruck (SPL): 96 dB
  • Gewicht (ohne Kabel): 274 g

Wie ihr in der Tabelle sehen könnt sind hier 40 Millimeter Treiber verbaut, die zumindest der Theorie nach eine gute Figur machen sollte. Doch ist dem wirklich so? Dazu kommen wir gleich.

Oben kann man auch die Bezeichnung S-Logic Plus Technologie lesen. Das ist die hauseigene Soundabstimmung, die dem Kopfhörer seine eigene Signatur verpassen soll. Der Hersteller beschreibt das Ganze so:

Aufgrund kontinuierlicher Forschung konnte Ultrasone, basierend auf dem Kopfhörerkapsel-Design der Edition 9, die Weiterentwicklung des S-Logic® Systems in die neuesten Kopfhörer-Modelle integrieren. Die akustisch speziell entwickelten Kapseln präsentieren mit ihrem tonalen Fein-Tuning der wesentlichen Beschallungselemente höchste Kompetenz in Klang und Technologie. Mittels einer zusätzlichen Bedämpfung bilden der Schallwandler und das Bufferboard eine neuartige Klangeinheit. Das Ergebnis offeriert ein noch neutraleres Klangbild mit optimierter, räumlich verbesserter Wahrnehmung der Stimmen oder Instrumente von Stereotonsignalen.

Ihr könnt mit der Ultrasone IQ App (nur für Android) übrigens die verschiedenen Befehle anpassen, die ihr mit dem Knopf an der Fernbedienung auslösen könnt. Aus Ermangelung eines Android Gerätes konnte ich dies leider nicht testen. Schade, dass es die Software nur für das Google Betriebssystem gibt.

ULTRASONE IQ
ULTRASONE IQ
Entwickler: ULTRASONE AG
Preis: Kostenlos
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Klang

Was bringt das gute Stück denn nun klanglich auf die Straße? Ich habe mit dem Ding wirklich jede Musikrichtung ausprobiert und bin wirklich angetan von dem Ergebnis, was der Hersteller hier bietet. Sowohl die Bässe, als auch Mitten und Höhen sind bei jeder Musikrichtung sehr gut hörbar, absolut klar, sauber aber dennoch druckvoll. Oft ist es so, dass Tiefen und Höhen dominieren und die Mitten eher meh ausfallen, aber der Ultrasone Performance 840 hat das Problem nicht. In keinem Frequenzbereich könnte man sagen, dass es mir persönlich zu wenig ist. Die Tiefen drücken, wenn sie sollen, die Mitten sind präsent und die Höhen nicht zu quietschig. Besonders bei Hi-Res Musik konnte der Kopfhörer in meinem Test glänzen. Ich habe dazu folgendes im FLAC File eingelegt:

Marianne Thorsen & Trondheim Solistene

MOZART Violin Concerto in D major KV 218, I. Allegro

Hier bekommt man den Eindruck, als ob man direkt vor dem Orchester sitzt. Alles ist sehr sauber und jedes Instrument ist klar und deutlich hörbar. Kopfhörer auf, zurücklehnen und genießen. Natürlich muss man hier dennoch erwähnen, dass jeder seine eigenen Präferenzen hat. Für mich passt das hier ziemlich gut.

Fazit zum Ultrasone Performance 840

Ultrasone baut mit dem Performance 840 einen sehr gut verarbeiteten und wertigen Kopfhörer, der jedoch weniger mit dem Design und mehr mit dem Klang überzeugt. Die verbaute Audiotechnik überzeugt im Zusammenspiel mit dem S-Logic Plus System zumindest mich auf ganzer Linie. Das Gerät ist mein neuer Arbeitskopfhörer geworden, denn sowohl die Schallisolierung, als auch der Tragekomfort sind ebenfalls sehr gut. Solltet ihr nicht unbedingt ein Noise Cancelling benötigen kann ich euch dieses Gerät auf jeden Fall empfehlen. Für ca. 200 Euro kann man den Over-Ear Kopfhörer in jedem Fall kaufen!

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Vielen Dank an Ultrasone für die Bereitstellung des Testgerätes!

Olli
Folgt mir ^^

Olli

Ist beruflich im SAP Geschäft tätig, seit 2015 nach langer Pause aber wieder in der Blogosphäre unterwegs. Hat eine attestierte „Technik-Macke“ mit einer Vorliebe für Apple-Produkte.
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