Vorwerk Kobold VR200: Saugroboter im Langzeittest [Testbericht]

Im Rahmen eines Hands On im Flagshipstore von Vorwerk in Hamburg konnten wir euch bereits vom Kobold VR200 Saugroboter berichten. Nun folgt nach einer langen Testzeit ein ausführlicher Testbericht. Soviel vorweg, der Kobold VR200 hat uns begeistert. 

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Bevor es mit dem Testbericht weitergeht, noch einpaar Worte zum Unternehmen: Vorwerk dürfte dem ein oder anderen von den Großeltern bekannt sein. Gegründet wurde das Unternehmen schon 1883 in Wuppertal. Der große Erfolgsdurchbruch von Vorwerk geschah 1930. Seitdem steht das Unternehmen für eine überlegene, innovative Technik und ihre sprichwörtlich lange Lebensdauer. Doch kann der Kobold VR200 den hohen Ansprüchen an Qualität und Langlebigkeit gerecht werden?

Der Kobold VR200 ist kein einfacher Staubsauger, sondern vielmehr ein Roboter. Generell sind Saugroboter in den letzten Jahren immer mehr zum Trend geworden. Die Vorteile sind überschaubar. Anstatt sich selbst den Rücken krumm zu machen, lässt man die Technik die Arbeit machen. Saugroboter haben verschiedene Wege, um sich im Raum zu orientieren und saubermachen zu können. Doch was macht den Kobold VR200 so einzigartig?

Vorwerk hat schon mit dem Kobold VR100 seinen ersten Saugroboter auf den Markt gebracht. Der Nachfolger VR200 baut auf der Technologie und dem Konzept des VR100 auf. Vieles hat sich aber in der dreijährigen Entwicklungszeit am intelligenten Staubrusgerroboter verändert.

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Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehört neben dem Kobold VR200 eine Seitenbürste, ein Filter, die Kobold VR200 Basisstation, eine Fernbedienung und Begrenzungsstreifen (ca. 4m). Die Begrenzungsstreifen verhindern, dass der Saugroboter gewisse Bereiche in der Wohnung betritt und dort saugt. Zu guter letzt bekommt man noch ein Kurzanleitung und eine Gebrauchsanleitung.

Basics

Zunächst setzen die Ingenieure bei Vorwerk auf einen Laserscanner als Navigationssystem. Der Volumenstrom beläuft sich beim Kobold VR200 auf 12-13 l/s. In der Konstruktion ist weiterhin ein Li-Ion Akku (14,4 V/84Wh) verbaut, dessen Akkukapazität (max.) 90 min (in ECO mode) beträgt. Ein guter Saugroboter sollte zwar eine gute Saugkraft haben, aber nicht zu laut sein. Bei den Geräuschemission erreicht der VR200 70 db (67 dB in ECO mode). Mit einer Gesamthöhe von 9 cm passt der Roboter unter viele Flächen und Möbel. So bieten sich viele Anwendungsmöglichkeiten und Parkstellen für den Kobold VR200 an.

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Im Saugroboter sind drei Ultraschallsensoren und Bodensensoren integriert, die eine gute Orientierung gewährleisten. In Kombination mit der intelligenten Software fährt der VR200 präzise an Fußleisten, Wänden und Kanten entlang. Nun sieht man bei vielen Saugrobotern, dass einige rund und andere kantig sind. Mit persönlich gefällt die D-Form des Kobold VR200 am besten, da der Roboter so in alle Ecken gelangt und auch runde Objekte reibungslos umkreist. Gerade die eckige Bauform macht es erst möglich, an schwer erreichbare Stellen zu gelangen.

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Des Weiteren kann der Kobold VR200 sogar zwischen Türschwellen und Treppenstufen unterscheiden, um bei Hindernissen anzuhalten, umzukehren oder diese zu überwinden. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist der VR200 mit einer Kletterhilfe ausgestattet. Dank Allradantrieb überwindet der VR200 mühelos Türschwellen. Wenn es einmal schwieriger wird, kommen die neuen Kletterhilfen zum Einsatz, mit deren Hilfe er bis zu 2 cm hoch klettern kann.

[youtube]https://youtu.be/gYspK1VWF-A[/youtube]

 

Die Rundbürste mit Gummilamellen und Borstenstreifen rotiert 30 mal pro Sekunde und ist besonders nah am Gehäuserand platziert. Die Seitenbürste transportiert den Schmutz direkt zur Rundbürste. Sobald der Staubbehälter voll ist, kann man über die Absaugöffnung mit einem Hand- oder Bodenstaubsauger den Inhalt absaugen. Natürlich lässt sich genauso gut der Behälter entnehmen und der Inhalt entleeren. Übrigens kann man die Rundbürste einfach auswechseln.

Im Kobold VR200 ist ziemlich viel Technik enthalten. Daher folgt nun eine übersichtliche Grafik mit allerlei Informationen:

Bildschirmfoto-2014-12-31-um-15.27.27-772x381 Vorwerk Kobold VR200: Saugroboter im Langzeittest [Testbericht] Gadgets Reviews Technology Testberichte

Bedienung

Im Gegensatz zum Vorgängermodell wird der VR200 mit einer Fernbedienung geliefert. So lässt sich der Saugroboter einfach aus der Ferne lenken. Unter anderem kann man die Programmart (Home, Spot & Eco) auswählen. Dazu kommt, dass sich ein mehrfarbiges und scharfes Display an der rechten Oberseite des Saugroboters befindet. Dort kann man durch die Touch-Bedientasten den Zeitplan und die Reinigungsart einstellen. Übrigens gibt der Kobold VR200 ein Signal, sobald es Komplikationen gibt. Dabei unterbricht der Saugroboter seinen Saugvorgang. Dies kann dann passieren, wenn z.B. eine Katze sich auf den Saugroboter stellt oder Kabel im Weg sind.

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Verschiedene Saugoptionen

Der Kobold VR200 verfügt über insgesamt vier Saugoptionen.

RAUMREINIGUNG

Bei dieser Option saugt der Kobold VR200 jeden Raum Bahn für Bahn ab. Sobald der Akku aufgeladen werden muss, steuert der Saugroboter von selbst die Basisstation an. Später saugt er da weiter, wo er aufgehört hat. Bis zu 120 qm sind pro Akkuladung möglich.

SPOT-REINIGUNG

Neben der Raumreinigung kann der VR200 auch einzelne Stellen gezielt saugen: Bei der Spot-Reinigung wird eine Fläche von ca. 1,5 x 1,2 m – nach dem gleichen Prinzip wie bei der Raumreinigung gesaugt.

ECO-OPTION

In der Eco-Option saugt der Kobold VR200 noch leiser als sonst und erreicht eine noch längere Laufzeit von bis zu 90 Minuten mit einer Akkuladung. Ich habe sehr oft auf die ECO-Option zurückgegriffen, da sie leiser und energieeffizienter arbeitet. Das Saugergebnis kann sich stets sehen lassen.

[youtube]https://youtu.be/zy7YFys0x_w[/youtube]

 

ZEITPLAN-FUNKTION

Mir hat aber auch die Zeitplan-Funktion sehr gefallen. Denn damit lässt sich ein exakter Zeitpunkt vorprogrammieren, an dem der Saugroboter von selbst die Arbeit aufnimmt. Es geht sogar noch weiter. Man kann Start- und Endzeiten für den Kobold VR200 einstellen. Dies ist besonders dann nützlich, wenn man abwesend ist. Wer viel arbeiten muss und stets unterwegs ist, wird den Kobold VR200 sehr zu schätzen wissen. Ein Anwendungsbeispiel: Man geht morgens zur Arbeit und kommt erst Abends nach Hause zurück. In der Zwischenzeit saugt der Kobold VR200 die Wohnung, sodass man Abends in seine sauberen vier Wände zurückkehrt. Der VR200 lässt sich sogar für jeden Wochentag einzeln vorprogrammieren. Hier kann jeder Nutzer individuelle Einstellungen vornehmen.

Saugergebnis

Das Saugergebnis kann sich sehen lassen. Denn der Kobold VR200 hinterlässt bei jedem Staubvorgang eine saubere Fläche und nimmt dabei Staub, kleine Körner, Krümmel und vieles mehr auf. Die Saugleistung ist wirklich überzeugend. Es ist kaum zu glauben, dass in einem so kompakten Gehäuse so viel Saugleistung steckt.

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Software-Updates

Wie auch beim Vorgänger, bekommt der Kobold VR200 hin und wieder Software Update, die sich aber nun einfach auf einen USB-Stick übertragen und dank des mitgelieferten Adapters direkt am Saugroboter installiert werden können.

Kritik

Grundsätzlich hinterlässt der Kobold VR200 einen positiven Eindruck. Allerdings gab es hin und wieder einige kleinere Komplikationen. Wenn man den Saugroboter in der Wohnung nutzen möchte, dürfen keine Kabel im Weg sein. Ich musste den Saugroboter immer wieder aus Kabeln befreien. Nasse und schmierige Oberflächen sollte man ebenfalls vermeiden. Wer die perfekte Umgebung für den Saugroboter schafft, wird auch keine Probleme haben und ein ebenso perfektes Saugergebnis erhalten.

FAZIT

Der Kobold VR200 von Vorwerk ist ein echtes Saugwunder. Besonders hervorragend hat uns die effektive Saugleistung, die unterschiedlichen Saugoptionen – insbesondere die ECO-Option – und die Kletterhilfe gefallen. Das Saugergebnis ist mehr als zufriedenstellend und auch die Bedienung erweist sich als einfach und gut durchdacht. Darüber hinaus ist der systematische und vor allem zuverlässige Saugprozess und die intelligente Orientierung dank der Ultraschallsensoren zu loben. Mit dem Kobold VR200 bekommt man einen der besten Saugroboter, die auf dem Markt erhältlich sind. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 749 Euro.

Ich kann an dieser Stelle nur appellieren, den Kobold VR200 selbst in der Wohnung zu testen. Vorwerk bietet seinen Kunden eine 30 Tage Geld-Zurück-Garantie. Außerdem kann der Kobold VR200 in den Flagshipstores, z.B. in Hamburg am Jungernstieg, genauer unter die Lupe genommen werden.

[youtube]https://youtu.be/gDhJZ82qBS8[/youtube]

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Saugleistung super, Navigation leider mangelhaft. So zumindest bei meinem bisherigen Modell, der dadurch sogar Schäden am Mobiliar und Fußleisten hervorgerufen hat. Bin mal gespannt ob das reparierte oder ausgetauschte Modell dann besser funktioniert.

  2. Also, für mich scheint dieser Test eher ein Werbebericht für den Sauger zu sein. Mit einem Langzeittest hat das nichts zu tun. Wo sind die Informationen zur Abnutzung der Seitenbürste, die in Foren schon nach 3mal saugen bemängelt wird. Wo die Fehler in der Navigation? Und wer zum Geier wirft denn solchen Testdreck hin, kein Mensch hält sich Schafe. Staub und Haare sind relevant. Perlen wohl eher weniger.

    • Ich habe den VR200 heute vor genau 7 Monaten bei mir „in den Dienst gestellt“!
      Er schafft unser 100qm-Wohnung meist in einem, manchmal mit 2 Ladevorgängen. Das Ergebnis ist tadellos. Und es gibt, obwohl er hier und da mal gegen Stuhlbeine bumst, die er im Eifer des Gefechts wohl „übersieht“, KEINE Beschädigungen, obwohl ich das manchmal lese. Denn er hat einen „Bumper“ vorn, der gut gefedert ist und dazu konstruiert wurde, den Stoss abzumildern und dem Robot zu signalisieren, daß da ein Hindernis im Wege ist.
      Und logisch, vergessene Höschen unterm Bett beenden den Saugvorgang, wenn er diese Dinger „frisst“. Man muß dem Robot logischerweise immer den Weg frei halten und Gürtel, Stromkabel und eben „Damenhöschen“ AUF einen Stuhl legen!
      Am liebensten mache ich das so, daß er in ein Zimmer gesetzt wird, dann den Befehl: „alle Räume saugen“ erhält, und ich dann die Tür schließe. Dabei ist er „voll konzentriert“ und erledig den Job in dem Zimmer in kurzer, überschaubarer Zeit. Ist er dann fertig, nehme ich ihn in den nächsten Raum, dem Bad, die Dusche… Und so weiter.
      In der jeweiligen Zwischenzeit erledige ich meine ARbeiten oder gehe zum Einkaufen. Zum Schluß lasse ich ihn von der Ladestation aus, die im Flur ist, abfahren und er macht den Flur -und vor allen Zimmertüren- sauber und kuschelt sich dann von allein an sein Ladegerät. So habe ich alles unter Kontrolle.
      Aber auch das 1x Anstellen und „alles sauber machen“ geht meistens in einem Rutsch, wenn er sich nicht unterwegs unterm Sofa (mit 6 geschwungenen Beinen) versehentlich mal festfährt. Denn man muß bedenken, daß er sich bei der ganzen Wohnung jeden Zentimeter, den er gefaren ist, merken muß, denn er ist ja blind wie ein Maulwurf!
      2 oder 3 mal einen Versatz um nur Zentimeter ergibt ja am Ende am Ladegerät eine Handbreite – eben etwas zu viel. Aber das ist wirklich eher eine Seltenheit! Fast immer trifft er seine „Elektro-Bar“, die sogar unter einem Stuhl steht, zu 100% exakt!!
      Fazit: Dies ist keine Werbung für den VR200, es ist nur meine echte Erfahrung der letzten 7 Monate mit „Robi“ !
      Achja, die Akkus sind jetzt schon etwas ausgelutscht, so daß er -je nach dem- nach 2 oder 3 Zimmern schon mal wieder zwischendurch aufladen muß. (Das habe ich grad bei Vorwerk als Mangel reklamiert…)
      Dennoch empfehle ich jedem (vor allem Singels) das Ding uneingeschränkt – besonders, wenn im Haushalt auch Tiere sind.

  3. Ich bin der Meinung, dass der Vorwerk vr100 die derzeit bessere Wahl ist. Die Technik ist ausgereift und dadurch, dass das Gerät 150 Euro billiger ist, hat man aus meiner Sicht auch ein besseres Preis-/ Leistungsverhältnis.

  4. Pingback: Dyson 360 Eye im Test: Leistungsstarker Saugroboter mit App-Steuerung - STEREOPOLY

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