Wenn Green-IT, dann auch bitte mit Ökostrom!



Es ist ja schon eine gute Sache, dass viele Technologiekonzerne mittlerweile Produkte anbieten, die nach dem Prinzip der Ressourcenfreundlichkeit hergestellt sind und ihr Arbeitsleben lang – und darüber hinaus – im Sinne der Nachhaltigkeit funktionieren und auch so verschrottet werden können.

Doch auch wenn die Green–IT Geräte diesen Idealen entsprechen, hört der Zyklus einer nachhaltigen Verwendung dort nicht auf. Denn diese benötigen Strom, um ihrer Funktion nachzukommen. Desktop Computer, Note- wie Netbooks aber auch Drucker, Scanner und auch die zumeist von der Steckdose befreiten Handys und Smartphones benötigen irgendwann wieder ihr Netzteil, um ihren Akku gefüllt zu bekommen.

Die Frage woher der Strom kommt, den wir für unsere wunderbaren grünen Gadgets verwenden, stellen wir uns selten. Zumeist ist der Stromanbieter unserer „Wahl“ der örtliche Versorger, da dieser automatisch die Versorgung übernimmt, solange man sich keinen anderen sucht. In München zum Beispiel, sind trotz einer mittlerweile attraktiven Konkurrenz mehr als 95% aller Haushalte noch bei den verhältnismäßig teuren Stadtwerken. Die meisten dieser Unternehmen speisen allerdings nur Strom ins Netz, der auf konventionellem Wege produziert wurde. Konventionelle Energieproduktion bedeutet grundsätzlich, dass auf dem einen oder anderen Wege die Umwelt mit CO2 belastet wird und längerfristig Schaden nimmt. Darüber hinaus sind zum Beispiel fossile Brennstoffe nicht unendlich verfügbar. Die Gefahren der Produktion von Atomenergie müssen hier auch nicht weiter erläutert werden, die sind klar.

Eine Alternative zur konventionell erzeugten Energie stellt Öko-Strom dar. Dieser wird aus Ressourcen erzeugt, die theoretisch in unbegrenzten Mengen zur Verfügung stehen. Das sind Wind, Sonne und Wasser. Diese Ressourcen können bei einer vierköpfigen Familie bei konsequentem Umstieg auf Ökostrom etwa 3.000 kg CO2 jährlich einsparen. Die derzeitigen Werte für CO2-Emissionen pro Kopf betragen in Deutschland laut einer Untersuchung der International Energy Agency (Stand: 2007) 9,87 Tonnen pro Kopf. Eine Einsparung von 3 Tonnen jährlich macht schon einen signifikanten Unterschied.

In Deutschland gibt es nur vier Anbieter, die sich ausschließlich der Versorgung von Haushalten und der Industrie mit regenerativen Energien  verschrieben haben. Diese sind Lichtblick, GreenpeaceEnergy , Naturstrom und die Elektrizitätswerke Schönau. Alle anderen Stromanbieter haben zwar Ökostrom mit in ihrem Sortiment, bieten aber noch andere Energiemixe in ihrem Programm an, die alles andere als regenerativ sind.

Sicherlich ist die Entscheidung sich für den etwas teureren Ökostrom zu entscheiden für einige ideologisch und für andere idiotisch, da es nur was für Körnerfresser ist, doch letztere Perspektive ist sehr kurzsichtig und unreflektiert. Schließlich ist die konsequente Entscheidung einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, eine zukunftsweisende und fortschrittsförderliche Investition. Bedenkt man, dass durch die Unterstützung der regenerativen Energien auch wiederum ein Teil in die Forschung geht, um beispielweise effizientere Solarzellen und Turbinen für die Erzeugung von Windkraft zu entwickeln. Davon profitieren auch andere Wirtschaftszweige.

Wer sich näher mit dem Thema alternative Energiequellen, Klima- und Umwelt-Bewusstsein auseinandersetzen will, dem sei das Energie Portal www.energie-bewusstsein.de empfohlen.

Zum weiterlesen:
Starke Allianz fördert Green IT

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