Wiko Darknight: 5 Zoll & Aluminium aus Frankreich [Testbericht]


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Der französische Smartphone-Hersteller Wiko kommt auf den deutschen Markt und trittt mit dem Wiko Darknight gleich in das hart umkämpfte 200-€-Preissegment ein. Ihr Angebot: 5″ HD-Display mit Gorilla Glass zu dessen Schutz, Dual-SIM-Funktionalität, 8-Megapixel-Kamera und eine Rückseite aus dunkelblauem Aluminium.

Das Wiko Darknight bietet ein weitgehend unverfälschtes Android-Erlebnis (Jelly Bean), allerdings habe ich keine Erfahrungswerte, was Wikos Update-Moral angeht und ob das Darknight jemals Android 4.3 oder gar KitKat zu Gesicht bekommen wird, es wird zumindest nirgends angekündigt. Hier wieder das Unboxing im Schnelldurchlauf:

Hardware

Die Vorderseite ist im Grunde eine große Fläche aus robustem Gorilla-Glas von Corning. Im oberen Teil lächelt einen die Frontkamera mit 2 Megapixeln und der Hörer-Lautsprecher an. Im unteren Teil verbergen sich die drei Android-Softbuttons (nicht als Teil des Bildschirms!).

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An der rechten Kante befindet sich einzig der An- und Ausschalter, auf der linken Kante sitzt die Lautstärkewippe. Im Gegensatz zum Usus, den micro-USB-Anschluß an die Unterseite zu verlegen (wo sich einzig ein Mikrofon befindet), teilt dieser sich beim Wiko Darknight mit der Kopfhörerbuchse die obere Kante.

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Auf der Rückseite steht die 8-Megapixel-Kamnera hervor, unter der sich ein LED-Blitz befindet. Links neben der Kamera sitzt ein weiteres Mikrofon zur Geräuschunterdrückung und unter der Aluminium-Abdeckung von Akku-, SIM- und miroSD-Fach ein Lautsprecher. Bilder & Videos, die mit der Kamera aufgenommen wurden, findet ihr am Ende des Beitrags in der G+ Galerie.

Das Wiko Darknight kommt auch hierzulande mit Dual-SIM, ein Feature, dass die deutsche Variante des Moto G z.B. vermissen ließ. Dual-SIM macht es denkbar einfach zwei Mobilfunk-Anbieter in einem Gerät zu vereinen. Das kann man brauchen, wenn man entweder Arbeits- und Privat-Gerät zusammenlegen will oder zwei günstige Tarife von unterschiedlichen Anbietern benutzen möchte (z.B. Telefonie/SMS von einem der ePlus-Reseller und Datenpaket von einem der D-Netz-Reseller) oder gerne mal das Land wechselt (gerade Menschen in grenznahen Regionen dürften das interessant finden). Welche SIM für welche Aufgabe zuständig sein soll, oder ob immer eine Auswahl (z.B. bei abgehenden Anrufen) angeboten werden soll, lässt sich ganz einfach in den zugehörigen Einstellungen (s.u.) regeln.

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Wiko Mobile legt dem Darknight zwei SIM-Adapter (micro-SIM bzw. nano-SIM auf SIM) bei, da das Gerät normalgroße SIM-Karten bnötigt und die heutzutage u.U. gar keiner mehr hat. Eine micro-SIM beim Einschieben in den Slot im Adapter zu halten ist etwas fummelig, geht aber.

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Die Verarbeitungsqualität des Gehäuses ist nicht zuletzt wegen der Alu-Rückplatte ziemlich gut für diese Klasse und tatsächlich besser, als bei vielen Geräten in den Hochpreissegmenten. Im Grunde gilt für das Wiko Darknight, das selbe Urteil wie für das Moto G, nur dass man dort eben auf Individualisierbarkeit und Handlichkeit setzt und hier auf den größeren Bildschirm und Metall als Teil des Gehäuses. Bei der Pixeldichte gibt das Display zwar 320 ppi an, nachgerechnet sind es aber eigentlich “nur” 294 ppi (720 x 1280 auf 5″). Wer mir nicht glaubt kann selbst nachrechnen: Rechner: PPI (Pixel pro Zoll) Rechner online.

Einzig der Speicherplatz (es gibt nur ein 8-GB-Modell) macht mir etwas Kopfzerbrechen. Es scheint lt. Speicher-Menü Telefonspeicher zu geben (mit 3,75 GB angegeben) und davon getrennten internen Speicher (mit 2,5 GB angegeben) was auch nur 6,25 GB sind und keine 8 und der Benchmark (AnTuTu s.u.) “findet” auch nur 2,5 GB. Ich kann nicht sagen, ob das nur das Testgerät betrifft oder alle Geräte. Ist dem so, ist man quasi gezwungen eine microSD-Karte dazuzukaufen, die sollte man bei der Anschaffung gleich mit einkalkulieren. Das Erweitern geht beim Moto G nicht, jedoch hat man dort tatsächlich mehr Speicher auch in der Basisversion verfügbar und eine Option auf 16 GB.

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Das Darknight schlägt sich zu seinem Preis ganz gut, schwächelt einzig bei der (3D-)Grafik. Mehr dazu im Fazit (inkl. Vergleich zum Moto G).

Software

Wiko hat Jelly Bean ein eigenes Icon-Set verpasst, die Kamera-App einstellungsfreudiger gemacht und auch ein Radio an Bord (“FM-Übertragung”), bei dem man sogar mitschneiden kann. Mitgeliefert werden außerdem die Gameloft-Titel Asphalt 7 (Downloader), Little Big City Freemium, Wonder Zoo & die Apps TrustGo Sicherheit sowie Video Studio.

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Die beiden World-Builder-Games (2D) laufen problemlos, Asphalt 7 ruckelt etwas. Leider läuft Hunger Games: Panem Run nicht unter 4.2.1 auf dem Darknight, dafür aber Minion Rush. Das erstmalige Laden, bis man im Menu landet dauert eine Ewigkeit (~3 min).

Fazit

Mir persönlich sind fünf Zoll ja zu groß und unhandlich, aber ich weiß, dass es genug Leute gibt, denen Alles darunter nicht mehr in die Tüte kommt. Dementsprechend bekommt man hier qualitativ schon was geboten. Gerade mit der Kamera bekommt man ganz gute Bilder (auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen) hin, ich habe hier den eingebauten HDR-Modus bemüht wo es ging und Vergleichsbilder ohne HDR-Funktion geschossen. Urteilt selbst und vgl. mit den Moto-G-Bildern. Die Nachtaufnahmen am Potsdamer Platz in Berlin gehen alle ins Bläulich-Kalte, sind meist scharf, aber bei näherem Hinsehen (1:1) auch gerne verrauscht (look at my steak, my steak was amazing).

Gefühlt sind die Ergebnisse im Nachhinein sehr inkonsistent und man weiß nie so richtig, ob ein Bild etwas geworden ist oder nicht. Auf dem Bildschirm des Darknight sahen alle brauchbar aus. Beim HDR-Modus muss man extrem ruhig halten, was mir offenbar nicht immer gelungen und ohne OIS eine Qual ist. Die Panoramafunktion kommt mit dem Bildermachen nicht hinterher, bzw sagt einem nicht, dass man an bestimmten Punkten still halten muss (siehe Panorama). Die Auto-Optimierungen durch Google sind abgeschaltet (bis auf das Schnee-GIF, It’s Gold Google, not Snow!).

Obwohl das SOC, Prozessor+GPU, wohl auch mit so gut wie jeder Aufgabe klarkommen sollte, erreicht es nicht ganz die die Leistung eines Snapdragon mit Adreno-GPU, so firmiert das Wiko Darknight zwei Stufen unter dem Moto G. Die CPUs selbst sind ungefähr gleichauf, aber der verbaute Arbeitsspeicher nur halb so schnell und bei der Grafik hängt der Adreno des Moto G den PowerVR des Darknight ab. Links Moto G. Rechts Wiko Darknight.

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Jeder muss hier also den besten Kompromiss für sich selbst finden. Entweder (notwendige) Speichererweiterbarkeit, fünf Zoll & Dual-SIM oder Individualisierbarkeit, 4,5 Zoll & etwas performanter. Sonst nehmen sich beide Geräte nicht viel. Das eine macht bessere Bilder, das andere hat etwas mehr Dampf. Entschuldigt den dauernden Vergleich, aber das Moto G ist eben noch sehr frisch drin und bewirbt sich auch um euren Geldbeutel im selben Markt. Beide fühlen sich gut an, beide sehen gut aus und sind top verarbeitet. Dual-SIM gibt es auch beim Moto G, müsst ihr euch aber aus Brasilien (oder ab Januar aus Indien) importieren.

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Spezifikationen:

  • Prozessor: MediaTek MT6589T ARM Cortex-A7 Quad-Core mit 1,21 GHz (GPU: PowerVR SGX 544MP)
  • Betriebssystem: Android 4.2.1 Jelly Bean
  • Bildschirm: 5″ HD-Display (IPS, 720 x 1280, 294 ppi) geschützt durch Gorilla Glass von Corning
  • Speicher: 8 GB (erweiterbar via microSD um max. 32 GB) + 1 GB RAM
  • Kameras: 8 MP (hinten) und 2 MP (vorn)
  • Funk: 3G UMTS, Wi-Fi. Bluetooth 4.0
  • Akku: 2000 mAh
  • Gewicht: 142 g
  • Rückseite aus Aluminium, Farbe: Nachtblau

Preis (derzeit): ~ 199 €

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weiterführende Links: www.wikomobile.de & www.facebook.com/Wiko.Germany

P.S. das Wiko Darknight ist für einen der beiden bekannten Master-Key-Exploits anfällig:

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Bloggt über Technik und kritisiert andernorts Filme. Versucht das Wesentliche vom Unsinn zu trennen und ist passionierter Burgerfotograf.

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[…] mit seinen günstigen Android-Smartphones, Featurephones und Kundenservice auf Konkurrenten wie Wiko Mobile, die letztes Jahr aus Frankreich nach Deutschland kamen, Motorola mit ihrem Moto G und den Myriaden […]

[…] sollte das Gerät die Spider-App installieren. Sie gehen damit in Konkurrenz zu Firmen wie Wiko oder Kazam, die einen ähnlichen Ansatz für ihr Geschäftsmodell […]

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