Xiaomi Redmibook 14 Review – Enhanced Version mit Ryzen CPU im Test

Xiaomis günstiger Ableger Redmi ist ja seit einiger Zeit eine eigene Marke. Vor ca. 1 Jahr kamen die ersten Redmi Notebooks auf den Markt. Damals mit der Intel Serie der 8. Generation. Vor ein paar Monaten nun kam neben der 13 Zoll Version auch die Enhanced Version des Redmibook 14 heraus. Hier gibt es alternativ nun neben den neuesten Intel Prozessoren auch den AMD Ryzen 7 als Ausstattung. Wir haben das Redmibook in der Enhanced Version mal unter die Lupe genommen.

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Bei Xiaomi ist vieles im Wandel. Dieses Jahr kamen und kommen einige neue Redmi Notebooks auf den Markt. Wir haben für euch mal die Enhanced Version mit dem Ryzen 7 Prozessor von AMD unter die Lupe genommen. Wir haben für euch für den Test das Redmibook 14 in der Enhanced Version mit Ryzen 7 3700U und 16GB Ram bekommen, um direkt mal zu schauen wie sich der AMD schlägt.

Das Gerät wurde uns von Tradingshenzhen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Lieferumfang Redmibook 14 Enhanced

Zum Lieferumfang zählen eine chinesische Kurzanleitung und ein chinesisches Netzteil, bei dem man aber das chinesische Stromkabel gegen ein EU-Kabel tauschen kann. Ich habe mir direkt ein alternatives Netzkabel besorgt, da ich ungerne mit einem Adapter hantieren wollte. Das Kabel kostet um die 2 Euro und ist hier erhältlich.

Design & Verarbeitung 

Das Redmibook 14 besteht aus einem vollständigen Aluminium-Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet. Auch hier ist die Ähnlichkeit zum Apfel nicht zu leugnen. Beim Redmibook gibt es etwas mehr Logos als bei der Mi-Serie. Hier haben wir nicht nur auf dem Bezel um den Monitor das Redmi Logo, sondern auch auf dem Deckel.

Ansonsten befinden sich auf der Unterseite die Stereo-Lautsprecher 2 Gummileisten. Das Display hat nicht wie bei der Mi-Serie eine rahmenlose Glasfront, sondern hier wird das Display von einem Bezel abgedeckt. Es knarzt rein gar nichts und es hält das Display in jeder Position sehr fest. Auch die Stabilität ist dank dem Aluminium-Gehäuse sehr gut und so lässt sich der Bildschirm auch mit Kraftaufwand kaum verbiegen.

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Zudem ist es mit einer Gesamthöhe von 18mm im zusammengeklappten Zustand sehr schmal, durch das Unibody-Metallgehäuse mit 1,5 Kg auch nicht wirklich schwer. Dazu kommt dann die kompakte Größe von 14 Zoll.

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Anschlüsse

Bei den Anschlüssen ist das Redmibook ebenfalls auf der Höhe der Zeit und bietet auf der linken Seite:

  • 1 x HMDI
  • 2 x USB 3.0
  • 1 x Klinkenstromanschluss

Dagegen kann die rechte Seite aufwarten mit:

  • 1 x USB 2.0
  • 1x 3,5 mm Klinkenstecker

Leider wurde bei der Redmiserie komplett auf USB-C Anschluss und Kartenleser verzichtet. Erst mit der kommenden Serie, dem Redmibook 14 II gibt es den USB-C Anschluss.

Display

Das 14 Zoll Display löst mit 1920×1080 Pixeln in Full-HD auf. Verwendet wurde hier ein mattes IPS-LCS Display. Die gemessene Helligkeit liegt bei maximal 238 Lux, großflächig verteilt. Die Ränder vom Bezel sind mit 6 mm an den Seiten 11 mm oben und 26 mm unten proportional recht ordentlich ausgefallen.  

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Helligkeit, Farben und Kontrast passen in dem Preissegment sehr gut. Sowohl bei der Betrachtung von Bildern als auch bei Filmen oder Videos. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen. Ich konnte weder Lichthöfe, Clouding oder sonstige Pixelfehler bei dem Notebook feststellen

Tastatur & Touchpad

Das Redmibook gibt es mit dem englischen Tastaturlayout QWERTY. Das Keyboard selbst erlaubt eine sehr angenehme Nutzung, und wie gewohnt ist in dem Bereich alles sehr wertig. Was ich hier vermisse ist ein beleuchtetes Keyboard.

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Das Touchpad hat eine sehr angenehme Größe und unterstützt zusätzlich auch Multitouch-Gesten, wobei unter anderem das Scrollen mit zwei Fingern und Pinch-To-Zoom (Zwei-Finger-Zusammenziehen um zu Zoomen) verwendet werden können. Es sind auch noch weitere 3-Finger- und Vier-Finger-Geesten selbst mit Windows-Funktionen belegbar.

 

Betriebssystem

Das Redmibook gibt es derzeit noch nicht in einer Global Version mit Multilanguage Windows und hat somit ab Werk nur Windows 10 Home in einer China-Version installiert.  Ich hatte mir direkt eine Windows 10 Pro Lizenz besorgt und diese dann aufgespielt.

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Alternativ kann man sich gleich den Windows 10 Home-Key auslesen und über ein offizielles Windows 10 Image das Notebook neu aufsetzen, um alle Sprachen inklusive Deutsch installieren zu können.

Benchmark

Das Redmibook ist eine Office Allround Lösung und kein Gaming Notebook. Wir haben hier die Version mit dem AMD Ryzen 3700 U, und wir reden hier von vier Kernen mit einer Taktzahl von 2,3 Ghz bis 4GHz. An Arbeitsspeicher sind 16GB DDR4 RAM verbaut, und eine 512GB SSD sorgt für ausreichend Speicherplatz. Das Redmibook unterstützt Bluetooth 4.2 und Dual-Band WiFi 2.4GHz/5.0GHz (802.11 a/b/g/n/ac).

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Tauschbar sind SSD und WIFI-Karte, der Arbeitsspeicher ist leider fest verlötet und kann somit nicht getauscht oder erweitert werden. Insgesamt bin ich mit der Leistung Redmibook sehr zufrieden, alles läuft absolut flüssig und ohne Verzögerungen. Unter hoher Last macht sich der Lüfter etwas bemerkbar, aber das bewegt sich in einem Rahmen, den man von anderen Notebooks gleichermaßen gewohnt ist.

SSD Leistung

Im Redmibook ist die M.2 PCIe Toshiba SSD mit 512 GB Speicher verbaut und liefert mit 2321MB/s (read) und 1026MB/s (write) eine gute Leistung ab.

Gaming und Arbeiten

Wie eingangs erwähnt ist das Redmibook kein Gaming-Laptop. Nichts desto trotz kann man damit durchaus das eine oder andere Game spielen. CS Go z.B. lief mit satten 50 fps auf höchster Auflösung. Andere Spiele liefen im Schnitt auf mittlerer Auflösung recht flüssig. Programme wie Photoshop oder Lightrooms sowie die typischen Office Anwendungen liefen ebenfalls ohne Probleme. Man kann einzelne Werte gut an den Benchmarks erkennen.

Akkuleistung

Die Akkukapazität des Redmibook 14 beträgt 3200 mAh. Das Aufladen von 5% bis 100% ist mit dem original 65W Netzteil in etwas über 1,20 Stunden erledigt, welcher ein hervorragender Wert ist.

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Die Akkulaufzeit selbst schwankt je nach Einsatzgebiet. Bei einem normalen Arbeitstag mit Office und Browser schafft man gute 7 Stunden bei etwa 60 % Helligkeit. Mit Videos schauen kommt man im Schnitt um die 6-7 Stunden hin. Bei intensiven Anwendungen, die auch den Prozessor und die GPU stärker beanspruchen (etwa Photoshop oder Lightrooms) nimmt die Akkulaufzeit dann auf etwa 3 Stunden ab. Bei Spielen, wie etwa CS Go kommt man noch so gerade auf 1.5 Stunden – je nach Einstellung und Spiel.

Fazit

Der Preis von 597€ für die größte Version des Redmibook 14 ist im Vergleich zum Wettbewerb mit der Ausstattung in einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. Dabei darf man dann nicht nur auf die Hardware schauen, sondern muss das Gesamtpaket sehen. Die Verarbeitungsqualität und Materialien sind hier mit Apple Geräten vergleichbar. Rechenleistung, Ram, SSD und Grafik sind voll ausreichend für einen Office Allrounder, und das gelegentliche Ründchen Counterstrike ist auch gesichert.

Aber es gibt natürlich auch den ein oder anderen Kritikpunkt, wie z.B. der fehlende USB-C-Anschluss, der fehlende Kartenleser oder die fehlende Webcam. Nicht zu vergessen ein beleuchtetes Keyboard. Huawei hat hier mit Honor nachgezogen und bietet einige der Features ihn ihren Honor Books, die das Redmibook nicht hat. Alles in Allem bekommen wir hier ein extrem solides Gerät zu einem soliden Preis und das in gewohnt hoher Xiaomi Qualität.

 

 

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Produktmanager von Beruf, Daddy und leidenschaftlicher Gaming Fan. Musikalisch fast überall unterwegs, seit Jahren begeisterter Blogger, erst bei Androidkosmos, nun mit neuem Zuhause. News und Testberichte werden von ihm gefüttert.

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